Kategorie-Archiv: Allgemein

Ahrensburg gibt Gewinne zurück. Z. B. nach Hamburg.

Eine Annonce der Stadtwerke Ahrensburg GmbH ist mir aufgefallen. Allerdings nicht unbedingt positiv. Darinnen behauptet jemand: “Meine Stadtwerke” und “Meine Zukunft”. Wer das ist, dem die Stadtwerke und die Zukunft gehören, ist nicht ersichtlich. Zu erkennen ist aber: Dieses Inserat ist ziemlich wirr gestaltet – siehe die Abbildung!

StadtwerkeAuf den ersten Blick (Anmerkung: Ich bin Brillenträger) habe ich gedacht: Dort liegen zwei Gespenster auf einer Wiese. Dann erkannte ich, dass es wohl die Gliedmaßen eines Menschen sind, der ein Geisterhaus in Händen hält. Geistreich ist auch Inhalt der Anzeige: Die “Zukunft” soll eine “gesunde Zukunft” sein mit “klimafreundlichen Schloss-Gas”.

Dass in unserem Schloss irgendwelche Gase auf natürlichem Wege erzeugt werden, war mir bislang neu. Aber wenn dieses Schloss-Gas “klimaneutral” ist, dann ist das ja gut.

Etwas hat mich aber nachdenklich gemacht, und zwar nachdem ich durch die Anzeige der Stadtwerke auf deren Homepage  gelandet war. Dort erfahren wir Folgendes: Weiterlesen

Neuer Baustein bei Szene Ahrensburg

BausteineEin Vorschlag von Dr. Wolfgang Schrimpff wurde soeben in die Tat umgesetzt: Rechts, unter der Werbung, können Sie nun immer auf einen Blick erkennen, zu welchem Beitrag neue Kommentare eingegangen sind. Und wenn Sie einen Beitrag kommentieren, der schon ein paar Tage alt ist, wird Ihr Kommentar aktuell angezeigt. 

Wollen Sie sachdienliche Hinweise an mich schicken, die nicht als Kommentare erscheinen sollen, so gilt nach wie vor meine E-Mail-Adresse: dzubilla@riesenburg.de. Ebenso können Sie mir per E-Mail schreiben, wenn Sie auf Szene Ahrensburg werben möchten unter “Werbung auf einen Klick”!

CCA: Der Duft aus Meer, Bosporus und Land des Lächelns!

Vielleicht haben Sie es auch schon bemerkt, liebe Mitbürger: Am City Center Ahrensburg, kurz CCA genannt, sind jetzt zwei neue Firmenschilder angebracht worden, und zwar die von HagenahHagenah und Fischhaus, die dort schon seit dem vergangenen Monat ansässig sind. Der eine ist ein Fischgroßhändler aus Hamburg, der sich hier als Einzelhändler versucht. Und das Fischhaus betreibt derselbe Inhaber, der auch die Crepes-Station am anderen Eingang führt, die mir damals von Center-Manager Erich Lawrenz großspurig als “Wiener Caféhaus” verkauft worden ist.

2013-05-08 13.18.10Hagenah bezeichnet sich als “Fischwerker”. Was das ist, weiß ich auch nicht so genau. Ich vermute aber, so etwas Ähnliches wie ein Feuerwerker, bloß ohne Feuer, sondern eben mit Fisch.
Und so, wie ein Feuerwerk nach dem Abbrennen einen Geruch hinterlässt, so intensiv riecht es jetzt nach Fisch, wenn man ins CCA kommt. Spaziert man dann weiter, geht der Fischgeruch in einen Döner-Duft über, der anschließend wechselt mit dem intensiven Geruch vom China-Imbiss, der die Besucher auf ihrem Weg noch einige Schritte lang begleitet.

Bloß gut, dass wenigstens das Bäckerei-Café von Altwörden genauso geruchlos ist wie die Toiletten im 2. Stock!

In Lachstadt gehen die Bürger baden

Schon mehrfach habe ich an dieser Stelle nachgefragt, wie weit denn nun die Verhandlungen des Bürgermeisters sind mit e.on-Hanse in Sachen Badlantic-Vertrag. Eine unendliche Geschichte, die bereits im zweiten Verhandlungs-Jahrgang läuft, wobei jeder Tag, an dem der jetzige Zustand anhält, die Stadt richtig unschön Geld kostet, weil der Vertrag einseitig zu Gunsten des Energie-Verkäufers abgeschlossen worden ist (Ära Pepper/Reich).

BadlanticHeute berichtet die Stromern-Beilage in ihrem Aufmacher darüber mit der Schlagzeile: “Badlantic-Übernahme stockt”. Der Inhalt des Berichtes ist ein Interview mit Hermann Roks, dem Geschäftsführer des Badlantic. Und weil ich wissen wollte, warum die Übernahme stockt, las ich das Kleingedruckte, wo ich am Ende den folgenden Passus gefunden habe:

Hamburger Abendblatt: Sie kamen eigentlich als Mann für den Übergang, also für jene Zeit, in der die Stadt mit der E.on Hanse über eine komplette Übernahme des Bades verhandelt. Noch immer betreibt Ahrensburg das Bad gemeinsam mit der Norddirekt, die zu 49 Prozent beteiligt ist. Die Verhandlungen sollten im Frühjahr beendet sein, nun ziehen sie sich hin. Kennen Sie den aktuellen Stand?

Roks: Details kenne ich nicht. Aber ich rechne damit, dass die Verhandlungen im Herbst beendet sein werden. Bisher haben zwei Ingenieurbüros und eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft das Badlantic unter die Lupe genommen. Es ging darum, den Wert des Unterdecks festzustellen (Anm. d. Red.: Im sogenannten Unterdeck befindet sich die Technik des Bades. Dieser Teil gehört der Norddirekt, das Oberdeck gehört der Stadt).

Der Beitrag stammt von Claas Greite. Das muss ebenfalls ein Praktikant sein. Sonst wüsste er, dass nicht Hermann Roks die Verhandlungen führt, sondern Bürgermeister Michael Sarach. Den aber hat er diesbezüglich gar nicht gefragt. Stattdessen äußert Roks, dass er keine Ahnung habe und lediglich damit “rechnet”, dass die Verhandlungen im Herbst beendet sein könnten. In welchem Jahr das sein wird, verrät er allerdings nicht.

Rickmerspark statt Rathausplatz

PollerDer Spatz vom Rathausdach hat mir gerade per Brieftauben-Depesche mitgeteilt, warum der Ahrensburger Bauhof (= Stadtbetriebe) keine Zeit hat, die verwahrlosten Beete vor dem Rathaus und am Rathausplatz zu bearbeiten: Weil die städtischen Mitarbeiter einen viel wichtigeren Auftrag für uns Bürger zu erledigen hatten, nämlich Poller zu setzen am Rickmerspark – siehe die Abbildung!

Warum dort diese unschönen Poller aufgestellt wurden, werden Sie fragen, und zwar zu Recht. Ganz einfach: Damit dort niemand mehr parken soll. Und wo parken die Autos nun? Sie parken notgedrungen auf der schmalen Straße, die zudem eine Sackgasse ist. Das Rickmrsparkwiederum führt dazu, dass die Bewohner der Häuser gegenüber den Pollern kaum noch von ihren Grundstücken auf die Straße fahren können, sodass sie ihre Autos notgehorchend auf dem gepflegten Rasen stehen lassen und zu Fuß zur Arbeitsstelle gehen – siehe Beweisfoto!

Damit hat die Stadt wieder einmal eine schöne Dienstleistung für uns Bürger vollbracht, und zwar ganz speziell für mich, damit ich für Szene Ahrensburg ein Thema habe, über das Sie nun nachdenken können. Genauso wie ich es tue, denn begreifen kann ich es nicht.

 

Die Stormarn-Beilage auf dem Boulevard

Der Aufmacher der heutigen Stormarn-Ausgabe stammt aus Wesenberg und trägt die Schlagzeile: „Verzweifelte Eltern fragen: Wo ist Karina?“ Und weil das ziemlich dramatisch klingt, fangen wir an zu lesen und fragen uns nach Lektüre: Was soll das?

KarinaNatürlich ist es schmerzhaft für die Eltern, wenn sie befürchten müssen, dass ihr Kind in „schlechte Hände“ gekommen ist wie z. B. in die einer Sekte. Aber das wird hier nur als Vermutung geäußert. Und auch die Frage aus der Überschrift wird im Text beantwortet: Die kleine Karina, die heute 30 (!) Jahre alt ist und vor sieben Jahren den Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen hat, wohnt offensichtlich in Berlin, wo sie behördlich gemeldet ist. Und die Polizei hat den Eltern angeblich eine falsche Auskunft erteilt.

Mit anderen Worten: Die Eltern hätten sich nicht an die Redaktion der Stormarn-Beilage wenden sollen, weil die Leser vermutlich gar nicht wissen, wo Karina ist, sondern sie hätten zu einer Berliner Tageszeitung gehen müssen, wenn sie sicher sind, dass ihre Tochter sich unfreiwillig nicht meldet oder dass sogar noch Schlimmeres passiert ist. Dass sie nun ihre Köpfe riesengroß in der Stormarn-Beilage hinhalten – der Vater schmunzelt dabei sogar – und sich bei uns Lesern erkundigen, wo Karina ist, zeugt in meinen Augen von einer gewissen Unreife dieser Menschen, mag ihr Schmerz auch groß sein. Und es zeugt von der Einfalt der Praktikantin Schreiberin Julia Witte von der Stormarn-Beilage, die sich dieses Aufmacher-Thema vom Wesenberger Boulevard aus den Fingerchen gelutscht hat.

Der Lachplatz von Lachstadt: zum Weinen!

Lachstadt hat viele Parkplätze, die gebührenpflichtig sind. Für die Stadt ist das eine Katastrophe in mehrfacher Hinsicht. Zum einen verliert der innerstädtische Einzelhandel dadurch viele Kunden und somit Einnahmen, zum anderen parken viele Autofahrer “wild”, was zu einem unhaltbaren Zustand in zahlreichen Wohnstraßen geführt hat wie z. B. im Wulfsdorfer Weg, in der Fritz-Reuter-Straße und in der Klaus-Groth-Straße, bevor letztere zur Rampengasse wird. Autofahrer wissen, wovon ich rede.

Die Einnahmen der Stadt aus Parkgebühren stehen in gar keinem Verhältnis zu den Verlusten aus Gewerbesteuern und zur Belastung von Mensch und Umwelt. Aber eine sture Mehrheit der Ahrensburger Stadtverordneten besteht darauf, den Quatsch durchzuführen – basta!

MwhrzweckplatzDoch kommen wir zur Lachnummer! Es gibt auch einen öffentlichen Parkplatz in der Stadt, wo das Parken nichts kostet. Das ist der Parkplatz am Marstall. Der wurde für verdammt viel Geld errichtet, was die  Rathaus-Insassen aber genauso wenig kümmert wie die politischen Vertreter, denn der Großteil des Geldes stammt aus Landesmitteln. Und Landesmittel sind in den Augen vieler Politiker ein Geschenk des Himmels, weshalb sie häufig den Daumen heben, wenn über ein Projekt abgestimmt wird, wo das Land oder der Bund mit Zuschuss-Geldern winkt.

Die Sache mit dem Parkplatz hinter dem Marstall hat aber einen Haken, nämlich: Dieser Parkplatz darf nicht als Parkplatz ausgewiesen werden, weil dann die Landesmittel zurückgezahlt werden müssten. Aus diesem Grunde nennt man den Parkplatz nicht Parkplatz, sondern “Veranstaltungsplatz”. Und die Stadt hat den Luxusplatz vermietet an das sogenannte “Kulturzentrum Marstall”. (Über die Höhe der Miete ist mir nichts bekannt.) Und damit das auch jeder Depp Landesbeamte erkennen soll, steht dort ein Schild mit der amtlichen Aufschrift: “Kulturzentrum Marstall Veranstaltungsplatz” und nicht etwa: “Parkplatz”!

ParkenUnd was wird nun auf diesem schönen Veranstaltungsplatz veranstaltet? Ich verrate es Ihnen: Dort findet eine ständige Automobil-Ausstellung statt. Wobei es sich hauptsächlich um die Autos der Gäste des Park Hotels handelt. Die können dort pausenlos parken. Gepflegt, bequem und kostenlos. Darum heißt das Hotel ja auch Park Hotel und nicht etwa “Absteige Hotel” oder so ähnlich.

Natürlich könnte man das als Skandal bezeichnen; und die Stormarn-Beilage könnte daraus einen Aufmacher machen und den Bürgern mit diesem Musterbeispiel erklären, warum die Stadt einen so gewaltigen Schuldenberg angehäuft hat. Aber die Praktikanten, die dort praktisch die Chefredaktion übernommen haben, kapieren vermutlich gar nicht, was hier für eine Posse über die Bühne gegangen ist und noch weiterhin gehen wird, ohne dass der Marstall dafür Eintrittskarten verkaufen kann.

Und was macht der Bürgermeister? Der macht das “Lachstadt-Journal”, um die Kommunikation zwischen Rathaus und Bürgern zu verschleiern.

 

Die Capri-Sonne geht unter

Foodwatch e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich mit den Rechten von Verbrauchern und der Qualität von Lebensmitteln auseinandersetzt. Alljährlich verleiht Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die dreisteste Werbelüge des Jahres, wo auch ich einmal in der Jury gesessen habe. Das vorab.

FootwatchNachdem in diesem Jahr das Produkt Capri-Sonne den Goldenen Windbeutel bekommen hat, hat dessen Hersteller offiziell verkündet, dass er sich mit diesem Produkt ja gar nicht an Kinder richtet. Das wiederum nahm Foodwatch zum Anlass, sich bei Capri-Sonne zu entschuldigen. Wie, das sehen Sie hier: youtube.

Sag mir, wo die Blumen sind…!

BeetEs ist erst ein paar Wochen her, als Karen Schmick (WAB) sich in der örtlichen Presse  ablichten und belobigen ließ zu ihrer Mission, Geld zu akquirieren, damit die Beete am Rathausplatz verschönert werden sollen mit Sträuchern und Blumen…

…und schon ist das erste Beet fertig: Leuchtend gelb blüht es dort zwischen den Sträuchern. Und die Kinder freuen sich schon darauf, wenn aus den Blüten vom Löwenzahn später die beliebten Pusteblumen werden!

Ein schöner Erfolg für die Stadtverordnete Schmick, weshalb sie bestimmt viele Wählerstimmen bekommen wird am 26. Mai. Warum? Ehrlich gesagt: Ich weiß es selber nicht…!

Und nun mal im Ernst: Warum greift der Bürgermeister nicht zum Telefon, ruft bei den Ahrensburger Stadtbetrieben an und gibt den Auftrag: “Ich möchte, dass die verwahrlosten Beete am Rathaus und Rathausplatz umgehend bearbeitet werden. Fertigstellung in ca. 14 Tagen!”

Für die Beantwortung meiner voranstehenden Frage wäre ich außerordentlich dankbar!

Was die BILD-Zeitung für ihre Leser alles rausholt

Auflagen von Zeitungen und Zeitschriften schmelzen dahin wie die Schneemänner in der Sonne. Einerseits, weil die ehemaligen Leser auf dem Friedhof ruhen. Und zum anderen, weil viele Menschen ins Internet verschwunden sind, wo Lesen im Allgemeinen nix kostet. Weshalb zum Beispiel die BILD-Zeitung zur Zeit in Werbung macht, um für das geddruckte Wort zu retten, was am Kiosk noch zu retten ist.

WerbefotoEs handelt sich dabei nicht um eine aktuelle Themenwerbung, sondern es geht wieder mal um das ach so beliebte Image. Was bedeutet: Die Werbung soll allen potentiellen Lesern vermitteln, welche besondere journalistische Leistung er mit der Boulevardzeitung bekäme, wenn er sie denn kaufen würde.

Und er bekäme bei BILD das Furchtbarste, was ein Mensch mit ansehen muss: ein schwer  verletztes Kind. Ob aus Krieg oder einer anderen Katastrophe – BILD gibt dazu sein „einziges Versprechen“, nämlich: „Wir holen alles für Sie raus.“

Bitte, liebe Leser von Szene Ahrensburg: Schauen Sie sich das Foto an! Es ist ein Werbefoto, das uns dazu bewegen soll, die Zeitung zu kaufen, weil BILD damit alles für uns rausholt. Bei mir das Essen von gestern.