Aus erneut gegebenem Anlass mache ich mal folgende Rechnung auf: In der Abbildung unten links sehen Sie sechs “ja!”-Produkte von REWE. Der Verkaufspreis für alle sechs Waren beträgt 5,34 Euro. Und wenn ich mal über den Daumen rechne, dass REWE hier eine Handelspanne von mindestens 20 Prozent hat, dann haben alle sechs “ja!”-Produkte von REWE einen Gewinn, der deutlich über 34 Cent liegt.
Die Rechnung des Supermarkts geht wie folgt auf: Wenn REWE alle sechs Produkte zusammen für 5 Euro verkauft, dann kann sich der Kunde selber ausrechnen, dass der Verkauf für den den Tüten-Verkäufer durchaus gewinnbringend ist.
Was ist der Anlass für diese meine Abrechnung mit REWE? Ganz einfach: Zur Zeit gibt es bei REWE in der Rampengasse einen Sondertisch mit dem Hinweis: “Tief-Preis”. Und die Kunden werden aufgefordert, eine Tüte mit den besagten “ja!”-Produkten zu kaufen. um diese der Ahrensburger Tafel zu spenden.
Klar, das ist gut für die Ahrensburger Tafel. Aber nicht weniger gut für REWE, denn die Aktion ist in meinen Augen eine Verkaufsaktion unter dem Deckmantel der Nächstenliebe.
Wer die Ahrensburger Tafel unterstützen will, die gleich nebenan von REWE zu finden ist, der kann seine 5 Euro dort direkt hinbringen, ohne REWE am Spendengeld geschäftlich zu beteiligen.
Fair wäre die Aktion, wenn REWE für jede Tüte, die von einem Kunden gekauft wird, selber eine Tüte an die Tafel spenden würde. Eine gefüllte Tüte, versteht sich. 😉
Nix Tiefpreis, Heiße Luft in Tüten.