Nach meiner Recherche gibt es im Kreis Stormarn rund 400 Restaurants. Und auf alle dieser Betreiber fällt nun ein Verdacht, nämlich dass dort Schwarzarbeit vom Zoll aufgedeckt wird. Eigentlich, so berichtet die Stormarn-Redaktion vom Abendblatt heute, betrifft das nur ein Restaurant im Kreis Stormarn, aber welches das ist, verschweigt der Berichterstatter mit dem Hinweis: “Weitere Angaben dazu, um welches Lokal es sich handelt und in welchem Ort die Überprüfung erfolgte, machte Zander-Duntze aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht.”
Das empfinde ich als höchst albern. Die Regel für die Übermittlung einer Nachricht besteht in den Antworten auf die Fragen: “Was? Wer? Wann? Wo?” Und wenn diese Fragen nicht beantwortet werden, dann kann daraus auch keine seriöse Pressemeldung erfolgen, sodass der Polizeibericht in die Rundablage gehört und nicht in die Öffentlichkeit kommt.
Stellen Sie sich vor, ich würde schreiben: “Polizei deckt Korruption in einem Rathaus in Stormarn auf”, ohne dass ich dazu schreibe, in welchem Rathaus das passiert ist. Die Nachricht ohne Nennung von Ross und Reiter ist Unfug und der Verdacht würde auf alle oder viele Rathäuser im gesamten Kreis Stormarn fallen. Und dann entstehen Gerüchte, die sich unaufhaltsam verbreiten.
Und mal ehrlich, lieber Leser: Haben Sie einen Nutzen gezogen aus dem HA-Artikel aus Stormarn…?