Wenn ich etwas hasse, dann sind es Bedienungsanleitungen. Ob für den Zusammenbau von Möbeln oder die Inbetriebnahme von Elektrik oder Elektronik – ich probiere es zuerst mal ohne die Anleitung zur Bedienung. Und was ich mein Leben lang noch niemals benötigt habe, das sind Bedienungsanleitungen für Kinder. Womit ich Bücher meine, wie sie zum Beispiel der Bargteheider Kinderpapst und Autor Jan-Uwe Rogge verfasst.
Und der bekannte Autor hält auch Vorträge, über die das Abendblatt-Stormarn und das Stormarner Tageblatt informieren – siehe die Abbildung! Und dazu habe ich einen Kommentar von Wikipedia gestellt, ohne dass ich darauf näher eingehen will, weil ich das selber garnicht beurteilen kann.
Ich habe drei eigene Kinder. Und war und bin mit allen im Gespräch, ohne die Bedienungsanleitungen des Herrn Rogge. Seine Werke lassen mich immer denken an Erfolgsbücher wie: “Ohne Arbeit zum Millionär – ein Kinderspiel!” Oder: “Die Düsen-Diät: Schlank werden in vier Wochen!” Oder:”69 Regeln für wirklich guten Sex”.
Klar, Jan-Uwe Rogge wird das anders sehen. Schließlich verdient er ja auch Geld mit seinen Bedienungsanleitungen. Also macht er es wohl richtig. Oder was meinen Sie…?
fehlen nur noch Anleitungen zur Zeugung von Kindern:
”69 Regeln für wirklich guten Sex”.
reicht das nicht ??? 🙂
Das Werk ist aber noch nicht erschienen. Der Verfasser arbeitet daran noch in Eigenversuchen.
Ich habe gerade das von Johannes Beck (Dr. phil.) bereits 1994 im rororo-Verlag veröffentlichte Buch „Der Bildungswahn“, gelesen. In der Einleitung heißt es:
„Schulen und Universitäten – so heißt es – befinden sich in einer Krise, ein „Bildungsgipfel“ hat inzwischen den Notstand ausgerufen. Doch der Begriff „Bildungsnotstand“ führt in die Irre, sofern er die Aufmerksamkeit lediglich auf die anachronistisch gewordenen Lernvollzugsanstalten, auf die Hoch- und Tiefschulen, richtet.
Der Name des Problems lautet vielmehr „Bildungswahn“: die total und totalitär gewordene Pädagogisierung sämtlicher Lebensverhältnisse. Ein alltäglicher pädagogischer Furor hat aus uns allen Dauerlehrlinge gemacht, die vor lauter Wegweisern, Ratgebern und Bildungsangeboten genau das verlieren, was solche Belehrungen angeblich offerieren: Orientierung“.
Der Essay ist also fast 30 Jahre alt – aber aktueller denn je!
Trotz bzw. aufgrund „immer mehr“ und immer längerer Aus- und Weiterbildung werden wir nicht weiser und klüger, sondern immer ratloser.
Mein Fazit: ich lasse das Konsumieren dieser „Angebote“ und nutze die frei gewordene Zeit zum L e b e n !!!