Verkaufsoffene Sonntage ohne Oldtimer, sondern mit Aktivitäten von Händlern für Kunden

Bis zum derzeit ablaufenden Jahr 2022 gab es in Ahrensburg alljährlich vier verkaufsoffene Sonntage. Und nun soll es deren nur noch zwei geben im kommenden Jahr. Den Grund dafür liefert der Vorsitzende vom Stadtforum im Abendblatt-Stormarn, wo Götz Westphal erklärt: “Für die Händler rechnet sich das nicht mehr so wie früher.” Und als Gründe erklärt Westphal: “Die hohen Energiepreise, Sonntagszuschläge für die Angestellten, aber auch ein verändertes Kaufverhalten der Kunden spielen eine Rolle.”

Hinweis ans Stadtforum

Ich sehe das ein bisschen anders. Ich sehe nämlich die Schuld beim Stadtforum als Organisator der verkaufsoffenen Sonntage. Alle Jahre wieder kamen die obligatorischen Oldtimer in die Stadt, die dort die Kundenparkplätze besetzt haben und immer dieselbe Zielgruppe ansprechen. Diese alten Autos sind meiner Meinung nach unproduktiv für das Einkaufsverhalten der Bürger/innen. Auch die Foodtrucks sind kein Magnet, um Kunden zum Einkaufen in den Läden zu animieren, sondern sie nehmen den Gastronomen in der Innenstadt die Gäste weg. Und ein “Blaulicht-Tag” der Feuerwehr ist zwar grundsätzlich gut – aber warum ausgerechnet an einem verkaufsoffenen Sonntag?

Ich mache mal vier Vorschläge für vier verkaufsoffene Sonntage in der City von Ahrensburg:

  1. Schnäppchen-Sonntag! Vor allen Geschäften stehen Tische am Bürgersteig, auf denen Artikel zum Schnäppchen-Preis angeboten werden. Quasi ein riesengroßer Flohmarkt mit Neuware.
  2. Mystery-Man in der City! Ein Prominenter ist so verkleidet, dass man ihn nicht erkennt. Er geht durch die Stadt, begleitet von zwei Security-Frauen. Die Besucher der Stadt werden aufgefordert, zu raten, wer dieser Promi ist, der auf Fragen auch antwortet. Und die Besucher können dann einen Preis gewinnen. Dazu gibt es Teilnahmekarten in den Läden. Die müssen ausgefüllt werden und in eine große Lostrommel gesteckt werden, die auf dem Rondeel steht. Am Ende des verkaufsoffenen Sonntags demaskiert sich der Mystery-Man auf dem Rondeel und zieht aus der Lostrommel die Gewinner. Hauptgewinn: Der Gewinner und seine Familie werden zusammen mit dem Promi in ein Ahrensburger Restaurant ihrer Wahl zum Abendessen eingeladen.
  3. Bon gegen Bonbon! Auf dem Rondeel steht ein großes Gefäß. Dort können Kunden ihren Einkaufsbon vom verkaufsoffenen Sonntag einwerfen, den sie mit ihrem Namen versehen haben. Dafür bekommen sie einen Bonbon-Lolli. Und am Ende des Tages werden aus allen Bons zehn Gewinner ausgelost, denen der Einkaufsbetrag auf ihrem Bon erstattet wird.
  4. Glücksrad & Torwand! Auf dem Rondeel stehen ein riesiges Glücksrad und eine Torwand. Hier können alle Besucher mitmachen. Zu gewinnen gibt es Preise von klein bis groß, die in den Läden abgeholt werden können.

Entscheidend für die Aktionen ist natürlich, dass dafür Werbung gemacht wird. In den Schaufenstern der Läden genauso wie im MARKT, damit die Kunden aus dem Umland nach Ahrensburg kommen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 11. Dezember 2022

2 Gedanken zu „Verkaufsoffene Sonntage ohne Oldtimer, sondern mit Aktivitäten von Händlern für Kunden

  1. Hagenbewohner

    Sehr geehrter Herr Dzubilla
    sehr lobenswerte Vorschläge, alle Achtung. Allerdings möchte ich zu Ihrem Vorschlag, Bon gegen Bonbon doch zu bedenken geben, ohne Bon verliert der Kunde die Möglichkeit seine Ware umzutauschen, beziehungsweise verliert er auch das Recht auf Garantie, da dazu in der Regel ein Kaufbeleg, also Bon verlangt wird. Ganz so einfach ist es eben nicht, wie es auf dem ersten Blick erscheint. Aber die Idee ist trotzdem lobenswert. Allerdings habe ich meine Zweifel, ob Ihre Vorschläge im Ahrensburger Stadtforum aud fruchtbaren Boden fallen. Sie wissen doch, ´´´´fremdes Brot ist saures Brot.
    Wünsche einen schönen Advent
    R.Schmidt

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Danke für diesen sachdienlichen Hinweis! Und beim Schreiben meiner Idee habe ich genauso gedacht wie Sie.
      Aber merke: Wo es Probleme gibt, gibt es auch Problemlösungen. Und das Problem ist einfach zu lösen: Wer mit seinem Bon eine Garantie erworben hat, der kann gratis eine Kopie davon machen lassen im Laden, wo er eingekauft hat.

      Auch Ihnen einen schönen 3. Advent!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Optionally add an image (JPEG only)