Woran erkennt man einen Schwarzbau? Einen Schwarzbau erkennt man an seiner Fassade, und zwar wenn diese schwarz ist. Aber einen Schwarzbau erkennt man auch, wenn davor kein Baustellenschild ist, auf dem der Name des Bauherrn und die mit der Bauausführung beschäftigten Firmen aufgeführt sind.
In der Stormarnstraße von Ahrensburg entsteht schräg gegenüber von der Alten Reitbahn schon seit Monaten ein Schwarzbau – siehe die Abbildung links! Der uninformierte Bürger erfährt vor Ort nicht, wer hier was baut. Als Leser von Szene Ahrensburg wissen Sie aber, dass die Stadt Ahrensburg dort ihr berühmtes Freudenhaus Duschhaus baut, das den Steuerzahler 2,2 Millionen Euro plus Bauland kostet. Und Sie sehen auf dem Foto: Es gibt zwei Stockwerke, was bedeutet: Frauen duschen im Parterre, Männer im ersten Stock und das Dritte Geschlecht im oberen Stockwerk. Oder umgekehrt.
In diesem Zusammenhang bemerkt: Seit dem 6. September 2021 ist absolutes Halteverbot vor der Baustelle – siehe Abbildung rechts! Und das hat bestimmt einen Grund, der aber nicht erkennbar ist, sodass ich tippe: Schikane vom Bauamt.
Und: Gerade hat sich Bauamtsleiter Kania im 3. Buch Abendblatt großformatig darüber beklagt, dass in der Verwaltung von den 7 Planstellen für Ingenieure 6 nicht besetzt werden können. Und der letzte verbliebene Ingenieur steht nun vermutlich ganz allein unter den Duschen im Duschhaus, um die Wassertemperatur zu kontrollieren und zu testen, ob das Wasser auch nass ist. 😉
Dass die Stadt Ahrensburg keine Ingenieure findet, muss ja wohl einen Grund mehr haben als der Bauamtsleiter in der Presse anführt. Ich glaube, dass es Bewerber abschreckt, wenn sie die Geschichte vom Duschhaus gehört haben. Und die vom Deppenkreisel. Und die von der Ampel auf dem Radweg. Und nicht zuletzt auch der Gedanke an einen dritten urbanen Stadtpark, den wir Bürger genauso dringend benötigten wie eine Rezession.
Im alten Schilda hatten die Bürger ebenfalls ein Duschhaus gebaut. Das war allerdings sehr viel günstiger im Bau als das Haus in Ahrensburg. Denn die Schildbürger hatten einfach das Dach weggelassen, sodass die Bio-Dusche vom freien Himmel kommen konnte. Das hat natürlich auch die Kosten für den Unterhalt gespart, die für das Ahrensburger Duschhaus bis heute verschwiegen werden.
Jede Wette: Für die Duschenden wird die Stadt auch noch Parkplätze schaffen, und zwar kostenlos direkt vor dem Eingang des Duschhauses.
Nicht mal im alten Ägypten hat man für einen Pharao ein Duschhaus für 2,2 Millionen Euro gebaut, da hat für den ollen Ramses schon eine ganz bescheidene Pyramide genügt. Könnte es in Wahrheit nicht so sein, dass das Gebäude ein Luftschutzbunker wird und man die Bürger im Vorwege nicht unnötig beunruhigen will?