Schnüffler im Müll: Und was ist mit Datenschutz…?

Ich lese immer wieder, dass unser Müll kontrolliert wird. Daraus entsteht angeblich eine “Hausmüllanalyse”, die im – Nomen est Omen – Witzenhausen-Institut durchgeführt wird, und zwar im Auftrag der Abfallwirtschaft Südholstein GmbH (AWSH). Und das, meine lieben Mitbürger, lässt mich stutzig werden.

Wenn beispielsweise jemand den Inhalt meines  gelben Containers, also den mit Wertstoffen, kontrolliert, dann kann er aus dem Inhalt so einiges über meinen Lebenswandel ablesen. Zum Beispiel wo ich eingekauft habe und was ich eingekauft habe.

Und beim “Restmüllbehälter” wird es besonders kritisch – jedenfalls bei mir. Denn weil ich davon ausgehe, dass der Inhalt unbesehen zu Asche wird, werfe ich in den Container dann und wann auch mal vertrauliche Unterlagen hinein, die ich nicht mehr benötige. Zum Beispiel alte Steuerakten. Klar, ich weiß, dass Papier in den blauen Container gehört. Aber beim blauen Container vertraue ich nicht darauf, dass der Inhalt unkontrolliert recycelt wird, damit aus alten Akten neues Klopapier werden kann.

Wäre ich nicht Blogger, sondern Privatdetektiv und müsste eine Person observieren … dann würde ich mich früh am Morgen, bevor der Müllwagen kommt und die blauen Tonnen leert, heimlich heranschleichen und die Tonne in meinen Kofferraum kippen, um eine Analyse zu machen. Denn in der blauen Tonne landet ja nicht nur die Zeitung von gestern, sondern auch der Inhalt vom Papierkorb. 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. Juni 2022

2 Gedanken zu „Schnüffler im Müll: Und was ist mit Datenschutz…?

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