Meine lieben Mitbürger, ich verspreche Ihnen: Wenn Sie mir Geld schenken, dann ist meine Resonanz garantiert positiv!

Ich stelle mich morgen aufs Rondeel mit einem Koffer voll mit Zehn-Euro-Scheinen. Und die verschenke ich dann an Sie, meine lieben Mitbürger. Zunächst werden Sie bestimmt skeptisch sein, ob es nicht möglicherweise Falschgeld ist. Aber dann werden Sie beherzt zugreifen und die Zehner in die Läden der Stadt tragen. Und wenn mein Koffer leer ist, dann schreibe ich auf Szene Ahrensburg: “Die Resonanz der Ahrensburger Einwohner*Innen auf die Aktion ist nach anfänglicher Skepsis durchweg positiv.”

Ich schreibe das nicht von ungefähr, wenn Sie dazu bitte mal einen Blick auf die nebenstehende Abbildung links werfen wollen! Sie lesen dort: Die Wirtschaftsförderin Anja Gust und der Pitymanager Christian Behrendt empfinden es unisono als positiv, wenn Menschen geschenktes Geld annehmen und ausgeben. (By the way: Im Gegensatz zum Rathaus in Ahrensburg hatte man anno damals im Rathaus von Schilda vergessen, die Fenster einzubauen, sodass kein Geld rausgeworfen werden konnte.)

Dass weder Anja Gust noch Chris Beatman Christian Behrendt etwas mit der Entstehung des Ahrensburger Stadtgeldes zu tun haben, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Genauso möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich das Stadtgeld als einen Schuss in den Ofen betrachte, zumal die 1,3-Millionen-Stadtgeld nicht aus einem Lotteriegewinn der Stadt stammen,  sondern es ist mehr oder weniger unser aller Steuergeld.)

Ich habe mein Stadtgeld noch nicht komplett ausgeben. Weil ich mir noch unschlüssig bin, ob ich davon einen Cappuccino beim Juwelier Werning am Rondeel trinken soll oder was zum Anziehen kaufe im Restaurant Söbentein oder in der Druckerei Storch. Ich könnte natürlich auch was Hübsches in Bangkok einkaufen oder eine Second-Hand-Mahlzeit einnehmen im Nice Price. Oder mich bei Dössel und Rademacher über den Löffel barbieren lassen. Aber wahrscheinlich hole ich mir einen Bademantel für meinen Gesangsunterricht bei Jean Cortis und lege mich anschließend in den Ruhesessel bei Fisch Schloh zur Fußpflege.

(Sollten Sie sich an dieser Stelle fragen, ob mir die Hitze des Tages vielleicht nicht bekommen ist, dann verweise ich auf die Anzeigen der genannten Läden in Ahrensburg von der Homepage der Stadt Ahrensburg – siehe Abbildung oben rechts!)

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 14. Juni 2021

4 Gedanken zu „Meine lieben Mitbürger, ich verspreche Ihnen: Wenn Sie mir Geld schenken, dann ist meine Resonanz garantiert positiv!

  1. j

    Sie schreiben “es ist mehr oder weniger unser aller Steuergeld”. Das ist falsch, es ist ausschließlich unser Steuergeld.

      1. Die Krähe vom Rathausplatz

        leider ist jeder Steuer-Euro für diese einfallslose und alberne Darstellung mindestens 5 Euro zu viel. Und was m.E. viel schlimmer ist, die Verwaltungsangestellten bekommen dafür auch noch ein Gehalt, Überschrift: “Ahrensburg macht`s möglich”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Optionally add an image (JPEG only)