Archiv für den Monat: August 2020

Amtsgericht Ahrensburg: Ein göttliches Pendel, der Bürger im eisernen Schlaf und ein Container für Recycling

Als ich gestern vor dem Amtsgericht Ahrensburg stand (nein, nicht vor dem Richter, sondern nur vor dem Gebäude 🙂 ), da sah ich dort dreierlei: 1. Justitia mit dem Pendel, 2. eine Person in Schlafstellung und 3. einen Container der Recycling-Firma Gollan aus Lübeck. Was hat es damit auf sich…?

Zuerst einmal die pendelnde Justitia: Während die Göttin der Gerechtigkeit vor anderen Gerichtsgebäuden eine Schalenwaage in Händen hält, um die Urteile gerecht abzuwägen, arbeitet die Dame in Ahrensburg mit einem Pendel. Was meint: Urteile am AG werden nicht abgewogen, sondern die Urteile werden hier ausgependelt. Und da denkt ein Schelm wie ich natürlich an das Pendel, das auch in der Esoterik zum Einsatz kommt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. August 2020

Ein Parkplatz in der Innenstadt, der brachliegt, und ein mehrheitliches Porzellandefizit bei den Stadtverordneten

Vor gut einem Jahr hatten wir in der Stadt eine ziemliche alberne Diskussion um den Stormarnplatz. Zur allgemeinen Info: Dieses ist ein Parkplatz hinter dem Rathaus, der ausschließlich von dem einen oder anderen Wanderzirkus beparkt werden darf, wenn der nach Ahrensburg kommt – siehe Abbildung unten rechts! Ansonsten ist die Fläche so gut wie unbenutzt mit Ausnahme der Arbeiter vom Bauhof, die dort den Rasen regelmäßig mähen, damit hier keine natürliche Bio-Wiese entstehen soll. Mähen auf Kosten der Bürger.

Brachland Stormarnplatz

Auch gestern am Nachmittag bei schönstem Sommerwetter lag auf dem gesamten Areal nicht eine einzige Person auf dem toten Rasen – siehe die Abbildung links! Ein Rasen, den der Kinder- und Jugendbeirat als „Zauberwiese“ bezeichnet hat, auf der die Kids damals ein „Protestgrillen“ veranstaltet haben, weil Stadt und Politik beschlossen hatten, diese brachliegende Fläche für eine bestimmte Zeit als Parkplatz zu verwenden. (Was besonders jetzt dringend erforderlich wäre, weil nach dem Wegfall vom Lindenhof-Parkplatz nun auch noch die Stellplätze in der Hagener Allee über Wochen abgesperrt sind!)

Stormarnplatz als Parkplatz für Zirkus

Linke Chuzpe: Der Stadtverordnete Ali Haydar Mercan (Die Linke), Azubi bei der AWO, bezeichnete den Rasenplatz damals sogar als „letzte in der Innenstadt verbliebene Grünfläche“. Hätte er eine Brille auf der Nase statt rote Tomaten auf den Augen, dann hätte der kleine Ali auch erkannt: Der Kunststoffrasen auf den Fußballfeldern nebenan ist noch viel grüner. 😉 Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. August 2020

City Center Ahrensburg (CCA): Dagegen hat jeder Tante-Emma-Laden ein super Management!

Das City Center Ahrensburg (CCA) ist ein Millionen-Objekt in der City von Ahrensburg. Und man könnte annehmen, dass der bayerische Investor alles tut, damit das CCA so attraktiv wie möglich ist in seinem Auftritt. Ist es aber nicht. Im Gegenteil: Das City Center Ahrensburg wird schlechter geführt als jeder Tante-Emma-Laden. 

Um meine Eingangsbemerkung zu untermauern, zeige ich Ihnen, was aktuell auf der Homepage vom CCA verkündet wird, und zwar unter der Überschrift: “Alles auf einen Blick”. Dort werden die Geschäfte im Center aufgeführt, und zwar in äußerst luschiger Art und Weise.

So werden einige Läden mit Namen genannt, andere aber nur bezeichnet mit “Presse Center” (= “City Tabak”), “Handyreparatur” (= “smartfix)”, “Türkischer Imbiss” (= “Big Döner”), “Nagelstudio” (= “A. H. Nails”)  und “Bäckerei/Konditorei” (= “von Allwörden”). Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 8. August 2020

Ahrensburger Immobilien: Reporterin Janina D. berichtet von einem Luftschloss auf der Alten Reitbahn

Heute gibt’s im 3. Buch Abendblatt eine ganze Seite mit Wohnungsangeboten. Diese Seite ist jedoch kein Anzeigenkollektiv mit den Offerten von Maklern, sondern es ist eine Werbeseite der Redaktion für die Investoren, die ihre Wohnungen mit Hilfe der Werbetexterin Janina Dietrich verkaufen wollen. Und einige der Wohnungen befinden sich in Luftschlössern, denn deren Bau wird auf der Alten Reitbahn und am Bahnhof angekündigt, obwohl es sich dabei um ein Kopplungsgeschäft handeln würde, dass rechtlich so gar nicht möglich ist.

Abbildung frei nach Abendblatt

Denn was Janina Dietrich übersehen hat: Die Melchers-Gruppe will ein Kino auf seinem eigenen Grundstück am Bahnhof bauen. Dagegen gibt es auch nichts einzuwenden. Aaaber: Der Bau dieses Kinos soll nur passieren, wenn die Stadt dem Investor das städtische Grundstück Alte Reitbahn weit unter Marktwert verkauft und ohne das Bauland zuvor öffentlich ausgeschrieben zu haben. Und das geht gar nicht. Weil das illegal ist. Und auch die Bürger wurden gar nicht befragt, ob sie ein Kino überhaupt haben wollen, wenn sie dafür den Parkplatz Alte Reitbahn opfern müssen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 8. August 2020

Kreisel-Papst auf dem Rondeel * Heizsaison im August * Flucht aus Büchsenschinken

Auf dem Rondeel vor dem Café „Nur Hier“ sah ich Eckehard Knoll, bekannt als Kreisel-Papst. Der CDU-Politiker und Ex-Stadtverordneter sah sehr gesund aus und schlanker als früher, was ich zurückführe auf das, was er dort auf dem Tisch stehen hatte: Grünfutter – siehe Foto! 😉 Ihm gegenüber am Tisch saß Rolf Griesenberg (SPD), Stadtverordneter der SPD und Knolls Amtsnachfolger als Alterspräsident in der Ahrensburger Stadtverordneten-Versammlung, dessen Elternhaus das Gebäude ist, wo heute „Nur Hier“ residiert.

Eckehard Knoll, ehemaliger Stadtverordneter (CDU)

Eckehard Knoll erzählte, dass die beiden Herren im Rahmen einer privaten Koalition darüber sprachen, ob Knolls Vorschlag sinnvoll wäre (Zitat:) „eine kulturhistorische Aufwertung des Rondeels nach Beseitigung der Muschelläuferverschandelung nunmehr durch Einrichtung eines attraktiven, begrünten VELO-Kreisels” zu erreichen.

Wie diese verkehrspolitische Diskussion der beiden Herren über den Vorschlag Knolls ausgegangen ist, weiß ich nicht, da ich meinen Weg durch die Stadt fortsetzen musste, um ein paar Einkäufe zu erledigen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 7. August 2020

Ahrensburg: Gesucht wird ein Flugkapitän ohne eine eigene Crew, der einer hübschen Stewardess direkt unterstellt ist

Die Überschrift dieses Blog-Eintrags ist ein Gleichnis. Im Klartext: Die Stadt Ahrensburg sucht einen Citymanager ohne Mitarbeiter, der im Rathaus sitzen soll und dort der Wirtschaftsförderin unterstellt ist. Doch obwohl die Stadtverordneten schon vor über sieben Monaten beschlossen haben, dass so ein Citymanager für Ahrensburg eingestellt werden soll, ist der oder die Gesuchte bis heute nicht in Erscheinung getreten.

Am 17. Juli 2020 habe ich dazu eine Wiedervorlage gebracht. Und meine Vermutung: Als der Bürgermeister das auf Szene Ahrensburg gelesen hatte, fiel es ihm wieder ein: „Dzubilla hat Recht, wir müssen ja noch einen Citymanager suchen!“ Woraufhin man sogleich eine Suchmeldung verfasst und schon zwölf Tage später auf der Homepage der Stadt veröffentlicht hat – siehe die nachstehende Abbildung unten links! Und aus dieser Stellenausschreibung zitiere ich, was dort unter “Profil” zu lesen ist und also lautend: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6. August 2020

Warum Corona besonders für Kleptomanen gefährlich ist

Als wir am Donnerstagabend letzter Woche im RamRob gegessen hatten, da haben wir anschließend wohl einen Cockail zuviel getrunken. Die Folge: Das Ehepaar Dzubilla hat seine zwei – ziemlich neuen – Falt-Regenschirme auf einem Stuhl am Tisch liegen gelassen. Und als wir gestern wieder zum Abendessen ins Restaurant gegangen sind, da wollten wir auch unsere Schirme wieder abholen. Aber Pustekuchen: Sie waren weg.

Ja, es gibt nette Menschen und es gibt  Typen, die ich nur als Arschlöcher bezeichnen kann, was allerdings noch eine freundliche Titulierung ist, denn die besagten Löcher sind für uns Menschen ziemlich wichtig zur Darmentleerung. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6. August 2020

Thomas Bellizzi (FDP): Endlich mal ein Stadtverordneter, der sich beispielhaft für uns ins Zeug legt

In der regelmäßigen Kolumne im MARKT, die überschrieben ist mit dem Hinweis: „Politiker und Parteien haben das Wort“, dort nutzen die meisten Politiker, die sich darin äußern, die Gelegenheit, für sich und ihre Partei zu werben. Ich kürze das ab mit: PPP, womit ich meine: Plumpe Parteien-Propaganda. Und wenn man schon im Foto erkennt, wer dort schreibt, dann kennt man schon den Inhalt, bevor man den Text überhaupt gelesen hat.

Aus Wochenblatt MARKT

Heute fand ich im MARKT eine löbliche Ausnahme, und zwar: Thomas Bellizzi, Stadtverordneter und Fraktionsvorsitzender der FDP, schreibt über: „Die Krise ist nicht vorbei – lasst uns weiter solidarisch sein!“

Dazu muss man wissen, dass Thomas Bellizzi beruflich seit zwei Jahren in Kiel als Referent des Sozialministers tätig ist. Was bedeutet: Kein Stadtverordneter in Ahrensburg hat auch nur annähernd so gute Einblicke in die Themen Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren wie der Ahrensburger Diplom-Verwaltungswirt (FH) Thomas Bellizzi (38). Das gibt seinem Wort ein besonderes Gewicht. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. August 2020

Ein Duschhaus für 1,25 Millionen Euro und eine Umfrage der Stadt, deren Ergebnisse bis heute verschwiegen werden

Mit Datum vom 06. Mai 2020 verschickte unser Herr Bürgermeister einen Brief an per Zufall ausgewählte Bürger der Stadt Ahrensburg und schrieb: “Ich lade Sie ein an einer repräsentativen Online-Befragung zu ‘Bewegung und Sport in unserer Stadt’.” Überschrift: “Aufstellung einer neuen Sportentwicklungsplanung der Stadt Ahrensburg” – siehe die Abbildung!

Die durch Zufall ausgewählten Bürger/innen hatten bis zum 02. Juni 2020 die Möglichkeit, online an dieser Befragung teilzunehmen.

Heute schreiben wir den 08. August 2020. Und trotz Corona müssen die Resultate der Untersuchung bereits vorliegen, denn wir leben im digitalen Zeitalter. Und wie gesagt: Es war eine Online-Befragung, deren Auswertung auch im Home-Office hätte erfolgen können. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. August 2020

Wie man in der Großen Straße das Geld im Schlaf verdient

Irgendwie scheint man den Schuss in der Redaktion vom Hamburger Abendblatt noch nicht gehört zu haben. Womit ich die Damen und Herren in der Großen Straße in Ahrensburg meine, die dort das 3. Buch Abendblatt erstellen, nämlich die Stormarn-Beilage. Und das machen sie mit einer Lässigkeit, die mich neidisch macht. Denn so möchte ich mein Geld auch mal verdienen.

Polizeimeldungen im Abendblatt und von Polizei (rot umrandet)

Corpora Delicti: Heute, also am 4. August 2020, finden Sie in der Zeitung eine ganze Spalte mit Meldungen aus dem Blaulichtgeschehen. Was meint: Polizeimeldungen. Wenn Sie die dort lesen wollen, müssen Sie das mit dem Kauf vom Hamburger Abendblatt bezahlen.

Sie können diese Meldungen auch gratis lesen. Schöner noch: Bereits gestern konnten Sie das, also einen Tag bevor die Abschriften in der Zeitung standen. Und Sie lesen diese Berichte dort aus erster Hand, nämlich aus der Quelle der Polizeidirektion. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. August 2020