Archiv für den Monat: Februar 2020

Der Bürgermeister schreibt mir die Unwahrheit und hält es bis heute nicht für nötig, seine Aussage zu berichtigen

Es betrifft den Alten Speicher hinter dem Marstall. Auf meine Frage an den Bürgermeister in der Einwohnerfragestunde der Stadtverordneten-Versammlung im August 2019 teilte mir der Verwaltungschef mit, dass die Stadtverordneten von ihm bis Ende 2019 ein Nutzungskonzept für den Speicher vorgelegt bekommen, und zwar “für ein konkretes Raumkonzept und Betriebsmodell”. Ein Versprechen, das ich schwarz auf weiß vorliegen habe – siehe auch die Abbildung unten rechts!

Pinocchio Sarach

Heute ist der 6. Februar 2020, und die Stadtverordneten haben nix aus der Verwaltung vorliegen. Und der Bürger erfährt im aktuellen MARKT das, worüber er schon am 31. Januar 2020 im 3. Buch Abendblatt lesen konnte, nämlich dass Studenten der Innenarchitektur von der Hochschule Hannover die Aufgaben der Verwaltung übernommen haben. Und heute soll eine Präsentation in der Reithalle vom Marstall erfolgen.

Dazu der Knaller: Die besagte Informationsveranstaltung passiert laut MARKT-Bericht ab 14 Uhr, also zu einer Zeit, wo jeder Arbeitnehmer, der nicht im Rathaus tätig ist, seiner Beschäftigung nachgeht. Egal, ob das Absicht ist oder bloß Dummheit – auf jeden Fall ist es vielsagend. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6. Februar 2020

Kabarettreife Werbenummer: Eine Reporterin schreibt ihre Kritik vor dem Auftritt des Künstlers

Am 4. Februar 2018 habe ich der Reporterin Elvira Nickmann den „Goldenen Windbeutel“ verliehen für ihren Bericht über einen Künstler, der in Ahrensburg ausgestellt hatte. Dieser Bericht stand im 3. Buch Abendblatt. Und genau dort fand der Leser auch gestern wieder einen Beitrag von Reporterin Elvira Nickmann, diesmal über einen Kabarettisten. Überschrift: „Kabarettist will Bewusstsein erweitern“. Was natürlich eine universelle Überschrift ist, denn welcher Kabarettist will kein Bewusstsein erweitern?!

Werbetext vor der Veranstaltung (Abb. frei nach Abendblatt)

Gewöhnlich ist es im Journalismus in aller Regel so, dass zuerst der Künstler aufgetreten ist, und danach erscheint dann eine Kritik über den Auftritt in der Zeitung. Bei Elvira Nickmann ist es genau umgekehrt: Sie schreibt ihre Beurteilungen über Künstler vorab. Und deshalb sehen wir den Kabarettisten Arnulf Rating im Foto auch nicht auf der Bühne in Bad Oldesloe, sondern die Aufnahme ist alt und stammt aus Berlin. Also ein Werbefoto des Künstlers.

Warum ich diesen Bericht kommentiere? Weil Elvira Nickmann tolle Texte über Künstler schreibt. Genauer: Werbetexte. Wie zum Beispiel über Arnulf Rating. Den lobt die Reporterin über den grünen Klee. Eine Hymne der Begeisterung, sodass man glauben könnte, Elvira Nickmann habe den Künstler schon auf einer Bühne gesehen. Aber man könnte auch glauben, dass dieser Text eine Auftragsarbeit für die Werbetexterin Elvira Nickmann gewesen ist. Und der Auftrag dazu kam nur zum Teil aus der Redaktion. (Klar, das ist eine böswillige Unterstellung des Bloggers! 😉 ) Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Februar 2020

Netto wünscht seinen Kunden schon heute “Frohe Ostern” und meint: “Macht Sinn”

Was schreiben wir heute? Heute schreiben wird den 5. Februar 2020. Und am 12. April 2020, was schreiben wir dann? Dann schreiben wir Ostern. Also in 66 Tagen. Und darum ist es allerhöchste Zeit, dass wir die Eier bunt bemalen und in den Supermarkt eilen, um dort die Schoko-Hasen und andere süße Ostersachen zu kaufen, bevor die alle vergriffen sind!

Heute bei Netto: “Frohe Ostern”

Daran wurde ich heute erinnert, als ich bei Netto eingekauft habe. Dort gibt es eine Riesenauswahl an Osterartikeln – siehe die Abbildungen! Und damit wünscht man den Kunden doch tatsächlich schon heute frohe Ostern – wobei ich mich irgendwie veralbert gefühlt habe.

Ich habe mich weiter in diesem Supermarkt umgeschaut und war verwundert: Nirgendwo gibt es dort Christstollen, Lebkuchen, Dominosteine und Schokoladen-Weihnachtsmänner oder Tannenbaumschmuck! Dabei ist doch schon in 322 Tagen Heiligabend!

Aber etwas anderes habe ich gefunden, und zwar Trolli aus dem „Dschungelcamp“. Hierbei handelt es sich vermutlich um Maden, Mehlwürmer und Rattenschwänze gemischt mit Kakerlaken und Känguru-Hoden, die mit dem Sperma von Moderator Daniel Hartwich angereichert wurden, weil der sich doch so gern einen runterholt – ich meine einen Kommentar vom Manuskript aus dem Baumhaus. Also alles, was der RTL-Fan aus dem bekannten Hort der Dumpfbacken in Australien kennt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Februar 2020

Wie kleine Kinder von ihren Eltern als “Bettelkinder” in der breiten Öffentlichkeit präsentiert werden

Wenn ein Fotograf in eine Kita oder Schule kommt und dort ein Foto einer Gruppe oder Klasse macht, dann darf er das Kinderfoto nicht verbreiten, ohne dass alle Eltern ihre Einverständniserklärung abgegeben haben. Was meint: Das Foto darf nicht an alle Eltern geschickt werden als Angebot zum Kauf, wenn auch nur ein Elternteil eines abgelichteten Kindes dem widerspricht.

Abbildung frei nach Abendblatt

Noch härter ist es bei Fotos mit Kindern, die in den Medien veröffentlicht werden: Ohne eindeutige Zustimmung der Eltern läuft da gar nichts. Und deshalb haben die Eltern der Ahrensburger Kleinkinder, die heute im 3. Buch Abendblatt genauso wie auch online (siehe Abbildung!) abgebildet werden, dazu ausdrücklich ihre Genehmigung gegeben. Und ich frage mich: Warum haben sie das getan…?

Ist es den Eltern nicht peinlich, wenn sie ihre Kinder vorführen, weil die Unterbringung in einer Kita möglicherweise teurer wird? Will man mit den Kleinen vielleicht das Mitleid der Leser erzielen? Hätte es nicht genügt, wenn allein die Eltern an die Öffentlichkeit gegangen wären?  Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Februar 2020

Warum es um Ahrensburgs CDU sehr einsam geworden ist

Auch im MARKT von heute habe ich keine Information darüber gefunden, dass der CDU-Ball, der am kommenden Samstag im Restaurant Strehl stattfinden sollte, abgesagt wurde. Mangels Beteiligung, wie wir wissen. Stattdessen lesen wir den Aufmacher: “Ein König bittet zum Ball”. Und wir erfahren: “Mit rund 180 Teilnehmern war das gesellschaftliche Ereignis so gut besucht wie seit langem nicht mehr.” Genauer: Der Ball der Ahrensburger Schützen war “völlig ausverkauft”. Und die Stimmung war grandios.

Aus: Anzeigenblatt MARKT Ahrensburg

Ballgäste waren auch die Stellvertretende Bürgermeistern und Stadtverordnete Corola Behr (CDU), die zudem auch Sprecherin im Bau- und Planungsausschuss ist. Und zu Gast war ebenso Bürgervorsteher Roland Wilde (CDU), der ebenfalls Stadtverordneter ist. Beide CDU-Mitglieder haben mehr oder weniger direkt mit dazu beigetragen, dass der traditionelle CDU-Ball in der Schlossstadt abgesagt werden musste. Die Begründung hierzu steht ebenfalls im MARKT – indirekt, und zwar in der Politiker-Werbe-Kolumne, die in dieser Woche von Jochen Proske (SPD) stammt.

Der Beitrag von Proske ist lesenswert. Der Fraktionsvorsitzende der SPD gibt das wieder, was Sie auch auf Szene Ahrensburg lesen konnten, nämlich dass wir in Ahrensburg eine festgefahrene politische Mehrheit haben, die nach Gutsherrenart entscheidet, und zwar jenseits der Vorstellungen der – ich behaupte mal: meisten –  Bürger unserer Stadt.  Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Februar 2020

Wichtige Information für alle Ahrensburger: “Kreis Segeberg: Betrunkener Autofahrer fährt Hund an und flüchtet”

Ich hoffe, lieber Leser, Sie sind entspannt. Und der Blogger versucht im Moment auch gerade, sich zu entspannen. Was mir schwerfällt, denn ich habe was gegen bezahlte Dummheit. Zumal, wenn das Geld dafür nicht aus privater Tasche stammt, sondern aus der städtischen Kasse.

Homepage Stadt Ahrensburg

Zur Erläuterung: Wenn Sie auf die Homepage der Stadt Ahrensburg gehen, dann finden Sie schon auf der Auftaktseite einen Hinweis auf die Ahrensburg-App “Ahrensburg2go”. Diese App wird unterhalten von der Stadt Ahrensburg und den Stadtwerken. Und wie der Name “Ahrensburg2go” andeutet, soll es auf dieser App um Ahrensburg gehen. Und nicht um Bad Segeberg. Oder um Kuba.

Ich habe die Stadt-App auf mein iPhone geladen. Und heute wollte ich mal sehen, was es aktuell Neues gibt in Ahrensburg. Also “Ahrensburg2go” geöffnet und gelesen: “Kreis Segeberg: Betrunkener Autofahrer fährt Hund an und flüchtet”. Und darunter: “Kuba 2017, ein Land im Umbruch?” Wohl gemerkt: Auf der Stadt-App von Ahrensburg, und zwar auf der Seite 1! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Februar 2020

Dr. Michael Eckstein: Werbung in öffentlicher Einrichtung erschlichen

Am 7. Januar 2020 habe ich berichtet, dass die Firma Stifter-Service GmbH & Co. KG mit einem Plakat im badlantic für ihr “Ahrensburg-Portal” wirbt. Und zwar an sehr exponierter Stelle, nämlich an der Glaswand im Eingangsbereich – siehe die Abbildung! Und weil ich dort auch für Szene Ahrensburg werben wollte, habe ich mich beim badlantic nach freier Fläche und den Kosten für ein dort angebrachtes Poster erkundigt.

Leider wird es nix mit der Werbung für Szene Ahrensburg im badlantic. Den Grund hat man mir mitgeteilt: “Die von der badlantic Betriebsgesellschaft mbH bereitgestellten Werbeflächen, die gegen ein entsprechendes Entgelt gemietet werden können, sind derzeit alle vergeben.”

Und was ist mit der Anschlagfläche für das “Ahrensburg-Portal”? Dieses Plakat war ein “unbemerkter Fehler”, weil man den “Zweck falsch verstanden” hatte und “der kommerzielle Hintergrund ungenannt blieb und von uns nicht direkt erkannt wurde”, so schreibt mir die Betriebsleitung vom badlantic. Und deshalb wurde das Plakat der Firma Stifter-Service GmbH & Co. KG für das “Ahrensburg-Portal” umgehend entfernt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Februar 2020

Was der Dichter Friedrich Rückert (1788-1866) einigen der Ahrensburger Stadtverordneten von heute zu sagen hat

Wenn mir ein Vertreter einer politischen Partei erklärt: „Das müssen wir so machen, weil wir es so beschlossen haben!“, dann gucke ich häufig sehr ungläubig. Denn eine solche pauschale Aussage ist absoluter Unfug. Ein Denken in Zement. Hierzu eine Metapher: Wenn ein Richter einen Menschen verurteilt hat und es stellt sich anschließend aufgrund einer neuen Beweislage heraus, dass der Mensch unschuldig ist, dann wird der Richter wohl kaum sagen: „Der Mensch muss im Knast bleiben, weil ich das so beschlossen habe!“

Grüße aus Narrhalla von Familie Levenhagen: “Die bei dem Irrtum verharren…”

Zurück zur Politik: Die Stadtverordneten von CDU, Grünen und WAB haben mehrheitlich beschlossen, dass anstelle eines Parkhauses eine Tiefgarage gebaut werden soll. Ein Beschluss den ich durchaus geteilt habe. Wohlgemerkt: geteilt habe! Denn nachdem dann die (vorläufigen!) Kosten für die Tiefgarage unter dem Stormarnplatz genannt wurden und parallel dazu ein privater Investor sich bereiterklärt hat, das Parkhaus auf seine eigenen Kosten zu bauen, da war mir völlig klar: Ich ändere meine Meinung! Zumal das Parkhaus den Vorteil für uns Bürger hat, dass wir dort – im Gegensatz zur Tiefgarage – die Parkgebühr ersetzt bekommen, wenn wir das Ticket bei Einkäufen in der Innenstadt vorlegen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Februar 2020

Hier kriegen die Mitglieder vom Stadtforum voll was aufs Lätzchen

Dass Ahrensburg kein Stadtmarketing hat, ist schon schlimm. Aber was das Stadtforum stattdessen macht, das ist echt verschlimmbessert. Nicht nur die alberne Souvenir-Aktion „My home is my castle“ stößt mir dabei auf, sondern auch der dazu ersonnene Slogan der Kaufleute hat es in sich, nämlich das Klopfen von Sprüchen. Wir lesen: „Deine Stadt für dich. Für Freunde. Für alle.“ Und dazu die Aufforderung: „Hole dir dein ganz persönliches Ahrensburg.“

Abbildung: Homepage Stadtforum

„Deine Stadt für dich.“ Wahrscheinlich stand dieses Wort beim Brainstorming zuerst im Raum. Und dann sagte jemand dazu: “Ahrensburg soll aber auch für meine Freunde sein.” Und wiederum ein anderer erklärte: “Eigentlich ist Ahrensburg doch für alle da.“

Und das wäre auf den Slogan gebracht: „Ahrensburg für alle.“ Denn da bist du, lieber Mitbürger, ja schon mit eingeschlossen. Und deine Freunde ebenfalls. Genauso wie die Kunden der Ahrensburger Läden.  Und wie sagte doch schon der berühmte Dichter Nebel? Er sagte: “Keiner ist so viel wie alle!” Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. Februar 2020