Archiv für den Monat: Januar 2015

Stormarn-Redaktion: falsche Frau beim Blasen gezeigt

Gerade eben erfahre ich vom Hamburger Abendblatt online, dass eine betrunkene Stormarnerin mit Kind im Auto gefahren ist. Text: “Polizeibeamte stoppen eine 45 Jahre alte Autofahrerin, die mit ihrem sieben Jahre alten Sohn in einem Auto auf der Kreisstraße 37 unterwegs ist. Ein Atemalkoholtest ergibt 2,46 Promille.” Und im Foto sehen wir die Frau beim Blasen.

Bildschirmfoto 2015-01-02 um 22.47.13Falsch! Denn dieser Beitrag ist manipuliert. Wer nämlich für das komplette Lesen der Meldung zahlt, der erfährt: Die abgebildete Frau ist gar nicht die betrunkene Stormarnerin, die mit Kind im Auto gefahren ist. Sondern es handelt sich hier nur um ein “Symbolfoto” aus dem Archiv.

Mein verrückter Gedanke: Möglicherweise war die Stormarnerin auch bloß ein Fake, also gar nicht betrunken sondern stocknüchtern? Und das Kind im Auto war gar kein Kind sondern es war ein Praktikant aus der Stormarn-Redaktion, der mit diesem Beitrag mal wieder sein Taschengeld aufbessern wollte…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. Januar 2015

Das Gebet des HSV-Trainers, das Abendmahl der Ex-Pröpstin

Die BILD-Zeitung bringt als ersten Aufmacher im neuen Jahr die Schlagzeile: “HSV-Trainer Zinnbauer verrät: Ich bete vor HSV-Spielen”. Woraufhin ein Atheist fragen könnte: “Und warum steht der HSV dann nicht auf Platz 1 in der Fußball-Bundesliga…?”

IMG_3523Meine Frage dagegen lautet: Was betet der HSV-Trainer vor jedem Spiel des HSV? Dass der liebe Gott dafür sorgen soll, dass Zinnbauers Mannschaft das Spiel gewinnt? Das würde bedeuten: Der gläubige Christ bittet den lieben Gott um die Niederlage anderer Menschen.

Das Boulevardblatt erklärt den Leser nicht darüber auf, warum und um was Trainer Zinnbauer betet. Vielleicht bittet er den lieben Gott ja tatsächlich darum, dass alle Spieler – auch in der Mannschaft des Gegners – körperlich unbeschadet vom Platz kommen…? Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Das wäre ein gutes Gebet! Und wir sollten es uns analog als Vorsatz nehmen für das neue Jahr!

Apropos Gebet: Wer in der Evangelisch-Lutherischen Kirche hat die umstrittene Ex-Pröpstin Emse darum gebeten, am kommenden Sonntag einen Abendmahlsgottesdienst in Großhansdorf abzuhalten? Und welches Gemeindemitglied möchte das über sich ergehen lassen…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. Januar 2015

Udo Jürgens: Mein persönlicher Rückblick

Das Jahr 2014 nahm uns einen Mann, der den Namen Udo Jürgen Bockelmann trug und als Udo Jürgens (1934 – 2014) berühmt geworden ist. Mit dem Sänger verbindet mich etwas, das auch zu einer persönlichen Begegnung geführt hat. Dieses war im Jahre 1977, und zwar in Buxtehude. Und falls es Sie interessiert – bitte, hier ist die ganze Geschichte:

Bildschirmfoto 2014-12-31 um 11.40.34Vorab: Ich war immer ein Fan von Udo Jürgens. Viele seiner Konzerte habe ich besucht, das erste im Jahre 1969 in der Oberrhein-Halle in Offenburg, wo ich auch das nebenstehende Foto gemacht habe. Seit 1977 aber war ich in keinem seiner Konzerte mehr. Und wenn sein Titel “Aber bitte mit Sahne!” im Radio oder Fernsehen gespielt wurde, habe ich abgeschaltet. Warum?

Die Geschichte begann im Jahr 1976. Zu dieser Zeit schrieb ich Texte für Schlager. So u. a. auch den Titel “Noch mal Sahne mit Baiser!”. Dieser Text handelte von Damen in der Konditorei, die sich dort durch das Kuchenbuffet futtern. Den Titel habe ich sogar in einer Demo-Version aufgenommen, gesungen von einer jungen Nachwuchssängerin mit Namen Christiane Sanden. Die lebte damals zusammen mit dem Musikverleger Wolfgang Spahr, der zu dieser Zeit auch die Norddeutsche Hitparade im NDR zusammengestellt (und dabei munter manipuliert) hat. Und diesem Verleger hatte ich ein paar meiner Texte gegeben und auch die betreffende Demo-Schallplatte mit dem Titel “Noch mal Sahne mit Baiser!” Dazu hatte ich einen Vertrag mit ihm geschlossen, der darin bestand, dass alle Texte, die Spahr an Produzenten verkauft hatte, in seinem Verlag erscheinen sollten und ich als Autor finanziell beteiligt werde. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 1. Januar 2015