“Die Ermittler schließen Brandstiftung nicht aus” – Donnerwetter, hätte jemand das vielleicht für möglich gehalten?

Regelmäßige Leser von Szene Ahrensburg wissen, dass die Stormarn-Redaktion des Hamburger Abendblatts bei mir unter ständigem Beschuss steht. Das hat ureigene Gründe: Ich habe die Zeitung abonniert, bezahle viel Geld dafür und möchte auch eine entsprechende redaktionelle Leistung dafür haben. Die jedoch wird zunehmend eingeschränkt.

Bildschirmfoto 2014-10-08 um 09.13.30Heute wieder mal ein aktuelles Beispiel für die Schläfrigkeit und Faulheit der Redaktion, und zwar im Vergleich mit dem direkten Wettbewerber, dem Stormarner Tageblatt. Beide Blätter berichten online über einen Brand von 500 Strohballen in Elmenhorst. Der Vergleich zeigt: Das Stormarner Tageblatt war vor Ort und bringt ein aktuelles Foto.

Die Stormarn-Redaktion dagegen zeigt den Rücken eines Feuerwehrmannes. Der war aber gar nicht am Brandherd, sondern im Fotoarchiv. Schon an der Uniform ist erkennbar, dass es kein Feuerwehrmann aus Elmenhorst ist. Und ich schätze mal: Die Stormarn-Redaktion hat die Meldung vom Stormarner Tageblatt einfach übernommen, ohne dass sich ein Reporter nach Elmenhorst bemüht hat…!

Und nachdem wir alle wissen, dass im Kreis Stormarn seit Monaten der Feuerteufel los ist, gibt die Stormarn-Redaktion ihren Lesern den sensationellen Hinweis: “Die Ermittler schließen Brandstiftung nicht aus” – wenn 500 Strohballen brennen, es weder Blitzeinschlag gegeben hat und auch keine Dürre auf den Feldern geherrscht hat. Somit werden die polizeilichen Ermittler mit diesem überflüssigen Hinweis geradezu auf den Arm genommen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 8. Oktober 2014

6 Gedanken zu „“Die Ermittler schließen Brandstiftung nicht aus” – Donnerwetter, hätte jemand das vielleicht für möglich gehalten?

  1. Albert Ferdinand

    Hallo Herr Dzubilla,
    warum haben Sie denn das Hamburger Abendblatt, inclusive Stormarn – Beilage abonniert?
    Ich würde jedenfalls eine Zeitung, die ich ständig beschießen muss, einfach abbestellen!
    Oder kaufen Sie im Supermarkt immer wieder faule Eier und gammelige Wurst? Wo ist das Problem?
    Ab in die Tonne mit dem ABO. Sollen die in Essen doch sehen wie sie ihre Kosten decken.
    Einen schönen Tag noch
    A. Ferdinand

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hallo A. Ferdinand –

      sagen Sie mal einem Journalisten, der ständig Kritisches über Politiker äußert, er soll diesen Damen und Herren doch einfach aus dem Wege gehen und sie nicht mehr beachten!

      Einen schönen Abend noch
      Harald Dzubilla

  2. Wolfgfang könig

    Hallo, Herr Dzubilla,
    es soll auch Selbstentzündung geben wie beim biblischen Dornenbusch, dessen ätherischen Öle sich in der Sonnenglut von alleine entzünden. Es gibt auch Staubexplosionen, wenn größere Mengen Staub in unsere Sauerstoff-Atmosphäre gelangen (Siloexplosionen). So gärt es in feucht eingewickelten Stroh- oder Heuballen. Dabei kann so eine Hitze entstehen, dass die Ballen zu brennen anfangen. Früher ist so manche Scheune abgebrannt, weil ein Bauer noch grünes oder feuchtes Heu eingelagert hatte. Wahrscheinlich lässt man deshalb die Heuballen plastikumhüllt auf den Wiesen überwintern.
    Mit zweckdienlichen Grüßen
    Wolfgang König

  3. Wolf Kowalzick

    Es liegt doch auf der Hand, warum sich kein Reporter nach Elmenhorst bemüht hat: Die B75 nach Elmenhorst über Bargteheide wird derzeit saniert und ist teilweise gesperrt!!
    Wolf

  4. schupi

    Lieber Herr Dzubilla,
    am WE also in der Ausgabe 4/5 Oktober ist Ihnen doch glatt was entgangen. Das “Moment mal” ganz rechts auf der Titelseite war exakt das gleiche wie das in der Ausgabe vom 22/23. September. Ob es wohl am Feiertag lag, dass dem Herrn Redakteur nichts neues eingefallen ist?

  5. Wolfgang König

    Hallo, Herr Kowalzick,
    es gibt auch digitale Arbeitsplätze, die selbst im Schlafzimmer steuerlich abgesetzt werden können. Ein eigenes Auto oder Fahrrad benötigen wir nicht mehr. Warum dann mit Carsharing in die Ferne schweifen und über unsere Schotterpisten holpern? Aus der Ferne hat der Reporter Zugriff auf das Archiv, kann sich alte Textpassagen und verwendbare Archiv-Bilder kopieren, daraus einen Artikel schneidern und an den Redakteur senden – traumatisiert im Halbschlaf von der Bettkante.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang König

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