Das Schloss ist uns lieb und – teuer

Übermorgen gibt’s  “Ferienspaß”, und zwar im und ums Schloss. Zum einen eine “Gartenrallye”, wo die Teilnehmer knifflige Aufgaben lösen müssen, um ein “Diplom” zu bekommen. Und für die Kleinen ist zur selben Zeit eine Märchenstunde geplant mit anschließender Schlossführung. So weit, so gut.

dsadsvvfvfWas ich weniger gut finde, dass ist der Eintrittspreis: Sowohl für die Rallye als auch für die Märchenstunde sind 7,50 Euro zu löhnen. Zum Vergleich: Der normale Eintrittspreis für Kinder bis 12 Jahre beträgt 2,50 Euro. Demzufolge soll das Vorlesen von ein paar Märchen sage und staune 5 Euro kosten! (Ich würde selber kommen und und für die Kinder gratis vorlesen!)

Die Schlossgesellschaft scheint bei ihren Veranstaltungen zu vergessen, dass der Bürger schon reichlich Geld in das weiße Herrenhaus zwangszahlen muss. Wäre es da nicht möglich, auch mal eine Veranstaltung zu machen, an der auch Kinder teilnehmen können, deren Eltern nicht mal eben so 7,50 Euro pro Kind “abdrücken” können? Das wäre doch ein nettes Dankeschön aus dem Schloss an das gemeine Volk.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 7. Oktober 2014

6 Gedanken zu „Das Schloss ist uns lieb und – teuer

  1. Uwe John

    Hallo Herr Dzubilla, wie wahr. Wissen Sie, dass es in Ahrensburg ca. 1000 Kinder gibt, die in Familien leben, die teilweise sich noch nicht einmal ein Schulbuch für 15,00 Euro kaufen können? Die auf Matratzen auf dem Fußboden schlafen? Was wird für diese Kinder getan im reichen Stormarn, in der reichen Stadt Ahrensburg? Nein, schon hier wird die Grundlage für eine Zweiklassengesellschaft gelegt. Grüße Uwe John

  2. Wolfgfang könig

    Hallo, Herr Dzubilla,
    es steckt mir im Blut, noch immer den Euro in unsere gute alte DM umzurechnen. Da klappen mir oft die Fußnägel hoch. Politisch bedingt durften wir Deutschen damals nicht über den Euro abstimmen. Nun sind unsere Sparguthaben erheblich geschrumpft – und sie schrumpfen weiter. Die Altersarmut und die Kinderarmut nehmen zu. Konsumwünsche und Kredite stimulieren das Konsumverhalten. Alles wird ständig teurer. Überall ist Inflation – selbst bei der Armut. Wir werden zu Sparern. Wir werden zu Geizigen. Die Veranstaltung des Stadtforums war schon schwach besucht. Die Angebote werden durch die Nachfrage beschnitten. Wer isst noch Fisch? Wer isst noch teures Fleisch? Ich esse Salat. Der bekommt mir besser.
    Früher haben sich Kinder mit ihren Freunden selber beschäftigt. Eltern haben ihren Kindern aus Märchenbüchern vorgelesen und anderen Zeitvertreib veransaltet. Heute ist das Beschäftigen von Kindern zum gewinnträchtigen Geschäfft geworden. Es ist zu hoffen, dass die Eltern den Schlossverein ebenso im Sumpf stehen lassen wie die Bürger das Stadtforum. 7,50 Euro für kurze Kurzweil für Kinder?
    Der nächste Veranstalter fordert dann 10 Euro. Die spalten unsere Gesellschaft. Sie zeigen, dass es zahlungsunfähige und wohlhabene Eltern gibt. Sie zeigen, dass Kinder zu einer gewinnorientierten Wahre geworden sind. Wer steckt als Verantwortlicher hinter dieser “Schlossgesellschaft”?
    Mit nachdenklichen Grüßen
    Wolfgang König

  3. Uwe John

    Lieber Herr König, ich erleichtere Ihre Nachdenklichkeit. Sie haben hier sehr häufig über Ihr Vermögen geschrieben. Unsere Stiftung unterstützt sozial benachteiligte Kinder. Wie wäre es, wenn Sie unsere Idee unterstützen würden? Die Kinder freuen sich bestimmt. Grüße Uwe John

  4. Hermann Jochen Lange

    Hallo Herr König,
    Sie fragen sinngemäß, wer dafür Verantwortung trägt,
    dass Kinder zur “gewinnorientierten Ware” verkommen.
    Antwort: Wir alle, wenn wir es zulassen.
    HJL.Amm

  5. Wolfgang König

    Hallo, Herr John,
    dann veröffentlichen Sie doch einmal Ihren Verein mit SEPA-Daten. Gerne gebe ich einige andere Vereine auf.
    Bei einigen Spenden muss ich einer Spendenbescheinigung hinterherbetteln, weil ich gerne unseren Staat beteiligen möchte. Sicherlich hat Ihr Verein die Beitrags- und Spendenbefreiung des Finanzamtes und stellt auch Bescheinigungen aus.
    Gerne spende ich Ihnen meinen LT und mein Rennrad.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang König

  6. Uwe John

    Hallo Herr König, wir, meine Frau und ich, haben eine Stiftung gegründet, die auch Spendenbescheinigungen ausstellen darf. Wenn Sie spenden wollen, dann gerne. Und einer Spendenbescheinigung brauchen Sie bei uns nicht nachlaufen. Und wir bedanken uns sogar. Grüße Anke und Uwe John.

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