Stellen Sie sich einmal vor, liebe Ahrensburger, es gibt in Deutschland eine Stadt, in der höchst Wundersames geschieht, das man auch mit dem Begriff „Steuergeldverschwendung“ bezeichnen könnte! Der Tathergang ist folgender: Die Stadtverwaltung hat über Jahrzehnte auf Kosten der Stadtkasse (sprich: Steuergeld!) viele Kunstwerke angekauft. Am Ende waren es rund 100 Exponate. Und was hat die Stadt mit all diesen Werken gemacht? Sie werden es nicht glauben: Im Keller des Rathauses hat man sie eingelagert. Seit Monaten, seit Jahren, seit Jahrzehnten.
Und wen in der Stadt interessiert das? Antwort: niemanden. Bis ein einzelner Bürger den Skandal aufgedeckt hatte und auf die Idee gekommen war, den Bürgermeister zu fragen, wozu und warum die Stadt all diese Kunstwerke denn eigentlich erworben hat, wozu er als mögliche Antwort die Frage gestellt hat: Vielleicht nur, um sie im Keller des Rathauses zu verstecken?
Diese Frage kam für den Amtsleiter so überraschend, dass ihm die Sprache zwecks Antwort weggeblieben ist.
Und dann noch die Kirsche auf der Torte: Obwohl das Thema schon seit Jahren bei Verwaltung, Politik und Bürgern bekannt ist, wird es in der Stradt verschwiegen. Auch die örtliche Presse verliert darüber kein Sterbenswörtchen. Kurzum: Der Fall interessiert in der Stadt wie der Pups einer Eintagsfliege im Foyer des Rathauses. Weiterlesen











