Heute blicke ich mal nach Pforzheim. Aus dieser Stadt berichtet die Fachzeitschrift „Textilwirtschaft“, und zwar über ein dortiges Modehaus in der Innenstadt. Der Inhaber betreibt sein Geschäft in Pforzheim auf 6.000 qm; und die Immobilie gehört der Stadt und wurde bislang vermietet an die Modekette C&A, die dort ausgezogen ist.
Als C&A weg war, da bekamen die Stadtvertreter einen gewaltigen Schreck, dass hier ein Leerstand entstehen würde, der für die Innenstadt ziemlich schädlich gewesen wäre. Also war man heilfroh über den neuen Mieter, das Modehaus Zinser; und die Stadt kam dem Inhaber hilfreich entgegen, indem man die Miete erheblich herabgesetzt hat. Mehr noch: Die Stadt hat das Haus sogar komplett umgebaut und saniert, damit der neue Mieter sich dort auch wohlfühlen und bleiben soll und je länger je lieber.
Was bedeutet: Die Stadt Pforzheim subventioniert einen Unternehmer, bloß damit der seinen Laden mit 6.000 qm in der City eröffnet.
Damit komme ich nach Ahrensburg. Hier bietet das Kaufhaus Nessler seine Waren an auf 16.000 qm, und zwar im firmeneigenen Gebäude in der Innenstadt. Und jeder in der Stadt weiß: Wenn Nessler aus Ahrensburg wegzöge, dann wäre es vorbei mit einer lebendigen City. Also was, liebe Ahrensburger, tut unsere Stadt, damit Inhaber Matthias Timm bei guter Laune (und in Ahrensburg) bleibt? Wird er auch aus der Stadtkasse subventioniert? Weiterlesen











