Zur letzten Einwohnerfragestunde hatte ich dem Bürgermeister folgende Frage gestellt: „Können Sie ausschließen, dass beim Verkauf des Areals Alte Reitbahn möglicherweise Korruption im Spiel gewesen ist, da ja bekanntlich ein deutlich höheres Preisgebot für das Grundstück von einem Ahrensburger Investor vorgelegen hat?“ Eine Frage, die Eckart Boege mit „ja“ hätte beantworten können, wenn er das ausschließen würde. Und was hat er getan…?
Er hat garnicht geantwortet. Stattdessen ist er in Urlaub gefahren und hat die Beantwortung meiner Frage vorsichtshalber seinem 1. Stellvertreter überlassen, nämlich A. Klaus Korte, Stadtverordneter der CDU, der den Notdienst im Rathaus macht. Und was der Mann geantwortet hat, konnten Sie ja schon auf Szene Ahrensburg lesen: „Es liegen keinerlei Anhaltspunkte vor, die den Verdacht auf Korruption im Zusammenhang mit dem Verkauf des Areals begründen würden.“ Was bedeutet: Korte hat den Fall intensiv überprüft und schließt Korruption nur deshalb aus, weil ihm dafür die Anhaltspunkte fehlen.
Ich könnte eine Reihe von Anhaltspunkten nennen: Das Grundstück wurde nicht an den Höchst- sondern an den Mindestbietenden verkauft und das auch noch ohne öffentliche Ausschreibung landesweit. Schon vor Vertragsabschluss gab es mehr als deutliche Hinweise, dass der Investor das Kino niemals bauen
würde. Und die von den Stadtverordneten geforderten Sozialwohnungen stehen immer noch leer.
Das führt bei mir als Bürger zu weiteren Fragen: Wer hat den Vertrag mit dem Investor ausgehandelt? (Bitte Namen mit Kontonummer nennen!) Und welcher Jurist hat diesen Vertrag geprüft und wer hat das geprüfte Papier im Namen der Stadt unterschrieben und warum? Und last but not least: Warum, Herr Boege, fällt das Arreal jetzt nicht zurück ins Eigentum der Stadt, wobei das dort entstandene Bauwerk als Schadenersatz betrachtet werden kann?












