Stormarner Tageblatt: Ein weichgespültes Interview mit Ahrensburgs Bürgermeister Eckart Boege

Wenn Sie ein Beispiel für Gefälligkeitsjournalismus lesen wollen, meine lieben Mitbürger, dann schauen Sie mal in das Stormarner Tageblatt! Dort finden Sie ein Interview von Patrick Niemeier mit dem zur Zeit noch amtierenden Ahrensburger Bürgermeister Eckart Boege. Und wenn Sie glauben, dass der Reporter dem Boegemeister kritische Fragen gestellt hat, dann glauben Sie auch, dass Ahrensburg einen Kinopalast am Bahnhof bekommt.

Aus dem Interview, das nur der erste Teil sein soll, habe ich als Corpus Delicti mal eine Fragestellung des Reporters mit den Antworten des Ahrensburger Verwaltungsleiters herausgestellt – siehe Abbildung links! Dazu meine Anmerkungen:

Auf die Frage, wie das Projekt Alte Reitbahn dem Bürgermeister gefällt, erklärt dieser, dass er sich freut über die „effektive Ausnutzung der Fläche“, was nach meiner Erkenntnis vielen Bürgern ein Dorn im Auge ist. Und er freut sich über einen modernen Supermarkt. Warum? Weil der Stadtverordnete Perer Egan (WAB) genau das gefordert hatte? Und der Bürgermeister freut sich über die Kundenparkplätze von EDEKA und über „immerhin 13 zusätzliche Sozialwohnungen“. Und last but not least: Beim „Kino-Projekt“ ist die Stadt „in intensivem Austausch mit dem Investor“.

Wenn ich der Reporter gewesen wäre, dann hätte ich bezüglich der schwammigen Aussagen von Boege nachgefragt: Was verstehen Sie unter „effektiver Ausnutzung der Fläche“ – die Bebauung bis an den Rand des Bürgersteigs vielleicht? Und: Wie läuft er denn, der moderne Supermarkt auf der Reitbahn? Und warum ist der alte Supermarkt in der Bahnhofstraße immer noch in Betrieb und nicht längst abgerissen? Und warum, glauben Sie, Herr Boege, negieren die Bürger die EDEKA-Tiefgarage auf der Reitbahn? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6. Januar 2026

Wie der MARKT seine Leser auf falsche Wege führt und die VHS Großhansdorf das Saufen von Whisky als Bildung verkauft

Unter der Überschrift „Natur erleben – Gemeinsam unterwegs“ schreibt das Anzeigenblatt MARKT, dass Bürger mit der BürgerStiftung Region Ahrensburg wandern können. Genauer: Die Wanderung am 11. Januar soll mit dem Verein Wanderfreunde Stormarn passieren. Und: Für Nichtmitglieder berechnet dieser Verein 3 Euro fürs Mitwandern. Doch wer sich zur Wanderung bei der BürgerStiftung Region Ahrensburg anmeldet, der muss nix an den Verein zahlen. Allerdings: „Spenden für die gemeinnützigen Aktivitäten der Bürger-Stiftung sind erbeten.“ Und wenn Bürger an die Stiftung mehr als 3 Euro spenden, dann wäre es teurer als an den Verein Wanderfreunde zu spenden. Immerhin: Von der BürgerStiftung gibts noch ’ne Tasse Kaffee oder Tee bei einem „anschließenden geselligen Beisammensein“.

Aaaber: Wer sich über die Bürger-Stiftung anmeldet, der muss seinen Namen und seine Anschrift preisgeben an den Verein von Eckstein & Lau, denn die BürgerStiftung Region Ahrensburg will Namen und Daten nicht nur für diese Veranstaltung verwenden, sondern man will auch „künftig über ausgewählte Themen und Veranstaltungen informieren“. Aber auch nach Abgabe von Name und Adresse kann der Bürger noch nicht mitwandern, denn zuvor muss er von der BürgerStiftung eine Bestätigung seiner Anmeldung bekommen, damit die Stiftung auch kontrollieren kann, wer da wandern darf und wer möglicherweise zu Hause bleiben soll.

Dass sich der brave Verein Wanderfreunde Stormarn mit dieser Kooperation einen Gefallen tut, wage ich zu bezweifeln. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6. Januar 2026

Abendblatt Stormarn: Scharfe Schoten aus Südostasien und ein Chinese im Kreis Herzogtum Lauenburg

Wenn ich am Morgen nicht weiß, was für ein Thema ich auf Szene Ahrensburg stellen kann, dann brauche ich nur zum Hamburger Abendblatt zu gucken, und schon bin ich voll im Thema. 😉 Heute zum Beispiel bekam ich online „Stormarn in 3 Minuten“ von Olaf Lüttke, der sich dabei als bisexuell outet, nämlich als „Redakteur/in“. Und was berichtet er/sie aus Stormarn? Er/sie erzählt, dass er/sie mal längere Zeit in Südostasien gewesen ist, wo es ihm/ihr die scharfen Gerichte angetan haben, die ihm/ihr den Schweiß auf die Stirn getrieben haben – siehe die Abbildung links! Und diese Information aus Südostasien ist doch wirklich hochinteressant, oder finden Sie nicht, liebe Stormarner?

Wenn Sie asiatische Küche mögen aber nicht so scharf essen möchten wie in Südostasien, liebe Ahrensburger, dann finden Sie heute im gedruckten Stormarn-Teil den halbseitigen Bericht: „Kult-Chinese Westsee Palast feiert 50. Geburtstag“. Das Dumme ist nur: Dieser Kult-Chinese dürfte im Kreis Stormarn weitgehend unbekannt sein, denn man findet ihn dort nicht, sondern er kocht und serviert im Kreis Herzogtum Lauenburg, dem norddeutschen Land des Lächelns. Und der Bericht von Susanne Tamm stammt aus Wohltorf.

Ist es nicht immer wieder lustig luschig, wie die Stormarn-Leser vom Hamburger Abendblatt vergackeiert werden? Was sagt eigentlich der Leserbeirat dazu, von dem man lange nichts mehr gehört hat…? 😉 Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Januar 2026

Neues Kapitel aus Peterchens Mondfahrt: Ein Stadtverordneter landet hinter dem Mond

Sie kennen die Kolumne im Anzeigenblatt MARKT, wo Politiker für ihre Parteien und sich selber Werbetexte veröffentlichen dürfen, ohne dass der MARKT dafür eine Rechnung ausstellt oder gar das Wörtchen „Anzeige“ über den Werbetext setzt. Und die Redaktion vermerkt über dieser Kolumne ausdrücklich, dass sie sich von der Meinung des jeweiligen Autors distanziert, was nur bedeuten kann, dass man diese Meinung aus Sicht des Verlages für unpassend hält.

An diesem Wochenende hat wieder einmal Peter Egan von der WAB geschrieben. Der Mann ist als Stadtverordneter auch Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft S4. Aber was mit dieser S4 für ein Zugunglück auf Ahrensburg zukommt, darüber schreibt Peter Egan nicht.

Auch schreibt er nicht über das Kino in der Bahnhofstraße, das er doch so vehement gefordert hatte, und auch über EDEKA verliert er kein Wort, wo er doch unbedingt den neuen Markt in großer und moderner Aufmachung an der Alten Reitbahn haben wollte. Und genauso wenig erwähnt Egan auch nur mit einer einzigen Silbe die 13 sozial geforderten und geförderten Wohnungen auf der Alten Reitbahn. Stattdessen verteidigt er vehement die Unfähigkeit des zur Zeit noch amtierenden Bürgermeisters. Unter der Überschrift: „Der lange Schatten der Überschuldung Ahrensburgs“ fabuliert Peter Egan: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Januar 2026

Haben Hamburger keinen alten Weihnachtsbaum, der raus muss? Und wohnt der Boegemeister in einem Campingmobil?

Schauen Sie bitte auf die nebenstehende Titelseite vom Hamburger Abendblatt! Und lesen Sie die Schlagzeile und also lautend: „Alter Weihnachtsbaum muss raus – alle Termine, alle Regeln“. Und bevor Sie anfangen, darüber nachzudenken, zu welchem Termin Ihr alter (!) Weihnachtsbaum raus muss, da gestehe ich Ihnen: Die Botschaft stammt von mir. Nein, nicht das Wort als solches, sondern nur die Platzierung der Zeilen als Aufmacher auf der Titelseite. Die Wahrheit: Dieses Thema ist von der Abendblatt-Redaktion garnicht für Hamburger Leser gedacht, sondern es ist für Menschen, die im Kreis Stormarn wohnen und einen alten Weihnachtsbaum in ihrer Wohnstube haben!

Mit anderen Worten: Wir Stormarner sind offenbar größere Döspaddel als Hamburger. Aber die größten Dumpfbacken gibt es in der Abendblatt-Redaktion, wo sie die Stormarn-Seiten befüllen. Der Verfasser des Aufmachers(!!!) über die alten Weihnachtsbäume, die raus müssen, heißt Bader Tulimat. Der schreibt zwar im Stormarn-Teil, erklärt aber gleichzeitig, dass das, was für Stormarn gilt, auch relevant ist für Geesthacht und den Kreis Herzogtum Lauenburg – aber offenbar nicht für die Hansestadt Hamburg, wo der alte Weihnachtsbaum noch nicht raus muss. 😉 Und deshalb macht das Hamburger Abendblatt heute auch nicht mit diesem wichtigen Thema auf der Titelseite auf, sondern schreibt: „Mehr als 3000 Hamburger Polizisten beleidigt, genötigt oder angegriffen“. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. Januar 2026

Hamburger Abendblatt: Happy Hamburg mit Böller-Attacken. Und reichlich Blech im Stormarn-Teil.

Auf der Titelseite vom Hamburger Abendblatt sieht der Leser zwei Schlagzeilen. Dort liest er zum einen: „Happy Hamburg 2026!“ Und darunter erfährt er dann, wie happy Hamburg gewesen ist: „Wieder Böller-Attacken auf Polizisten – zehn Beamte verletzt“. Dass diese Hamburger Polizisten wirklich happy ins Jahr 2026 gekommen sind, wage ich zu bezweifeln.

Aber stellen Sie sich mal vor, die HA-Redaktion hätte heute aufgemacht mit einer Schlagzeile, die wie folgt lautet: „Die Recyclinghöfe sind schon ab Januar länger geöffnet“. Was würde der Leser beim Lesen denken? Mein Gedanke wäre: Die wollen mich doch zum Narren halten!

Und dann schauen Sie sich doch einmal den Stormarn-Teil im Abendblatt von heute an! Großer Aufmacher vom investigativen Sensationsreporter Harald Klix mit der Schlagzeile: „Die Recyclinghöfe sind schon ab Januar länger geöffnet“ – siehe die Abbildung unten rechts, falls Sie mir das nicht glauben wollen!

Donni, donni, was für ein spannender Bericht! Und um zwei Seiten aus dem Kreis Stormarn zu füllen, gibts eine halbe Seite mit einer „Hamburger Abendblatt-Geschäftsstelle“, die als bildliche Metapher dargestellt wird, nämlich als Blech. Ein Beitrag, für den der Leser zahlen muss, auch wenn er keinen solchen Blechnapf kauft. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. Januar 2026

Sind Sie glücklich im Bett? Und wer wird WM-Weltmeister?

Wenn Sie mal auf die Stadt Ahrensburg blicken, womit ich Ihren politischen Blick meine: Gibt es einen Grund, die hiesige CDU zu wählen in Sachen Kommunalpolitik? Okay, die Fraktion der Stadtverordneten wurde im 2025 deutlich entlastest durch die Kündigung von Detlef Levenhagen; aber der Partei verdanken wir schließlich den Skandal um die Alte Reitbahn genauso wie die Katastrophe, die  mit dem Bau des Schulzentrums Am Heimgarten auf Ahrensburg zukommt. 

Zitat: BILD-Online

Immerhin: Wer CDU wählt, der ist am glücklichsten im Bett, hat eine INSA-Umfrage für BILD ergeben – siehe Abbildung links! Doch was bedeutet Glück im Bett? Guter Schlaf? Oder guter Sex? Ersteres könnte für alle CDU-Wähler gelten. Zweiteres wohl eher, wenn mindestens zwei Personen im gemeinsamen Bett nicht ruhen, sondern sich dort körperlich befriedigen wie man aus der Abbildung schließen könnte.

Es gibt also durchaus einen möglichen Grund, die CDU zu wählen. Aber genauso könnte man auch Melatonin wählen, Oder Viagra. Und dann erinnere ich mich an einen Spruch, den mein ehemaliger Chef Peter Tamm mir dermaleinst mit auf den Weg zur Wahlurne gegeben hat und also lautend: „Augen zu – CDU!“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 1. Januar 2026

Tafel der Stadt Ahrensburg: Essen und Trinken für alle Bürger beim Empfang des Bürgermeisters im Marstall

Im Anzeigenblatt MARKT haben Bürgermeister und Bürgervorsteher der Stadt Ahrensburg die Bürger zum Neujahrsempfang eingeladen. Dieser findet statt am „Freitag, 16. Januar, Beginn 19 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr in der Reithalle des Marstalls, Lübecker Straße 8, Ahrensburg“. Und damit wir Bürger einen Grund haben, dort hinzugehen, verspricht das Duo Boege & Stukenberg: „Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt.“

Was versteht man unter: „Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt“? Es bedeutet, dass kein Besucher hungern oder dursten soll. Dabei sind Speisen und Getränke für die Besucher im Allgemeinen gratis, damit Menschen, die nicht zu einem solchen Empfang gehen würden, einen Grund bekommen, den es für Bürger bei den sonst im Marstall üblichen Stadtverordnetenversammlungen nicht gibt. Und so hoffe und erwarte ich, dass alle Kunden der Ahrensburger Tafel am 16. Januar 2026 in den Marstall gehen und dort reichlich zulangen werden.

Wer sein Essen selber bezahlen kann und trotzdem in den Marstall geht, um dort auf Kosten der Stadt zu schmausen und zu saufen, den würde ich nicht als Ahrensburger vermuten, sondern als Nassauer. Denn Ahrensburger, die wissen, was  Bürgermeister Eckart Boege (sich) im abgelaufenen Jahr geleistet hat, die werden an diesem Tage daheim bleiben. Oder es handelt sich um Heuchler, Schleimer und Lobbyisten. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. Dezember 2025

S4: Verspätung aber null Kosten für die Stadt Ahrensburg

Eine gute Nachricht gegen Ende des laufenden Jahres war die, dass die drohende S4 offenbar mit weiteren Jahren Verspätung erwartet wird. Gut deshalb, weil die Stadt Ahrensburg dadurch noch eine Atempause hat. Aus dem Beitrag im Abendblatt Stormarn habe ich einen Passus herausgehoben, wo von Kosten die Rede ist – siehe die Abbildung! Wir lesen, dass die Gesamtkosten für die S4 bei „voraussichtlich“ 1,85 Milliarden Euro liegen.

Voraussichtlich. Das bedeutet: mit einiger Gewissheit zu erwarten. Was wiederum bedeutet: Für die genannten Kosten wird keine Garantie übernommen.

Warum ich in meinem Blog die Kosten hervorgehoben habe? Damit Sie erkennen: Für Ahrensburg kommen mit dem Bau der S4 = 0,00 Euro Kosten auf unsere Stadt zu. Und diese Summe halte ich fest, damit später niemand sagen kann, dass wir Ahrensburger blechen sollen. Und deshalb fordere ich den Bürgermeister auf, die Meldung der Zeitung zu bestätigen, dass Ahrensburg keine Kosten hat mit dem Bau der S4, sondern dass sämtlche Kosten, die in Ahrensburg entstehen, vom Land Schleswig-Holstein übernommen werden. Oder vom Bund getragen werden. Oder von Hamburg wegen der guten Nachbarschaft. 🙂 Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Dezember 2025