Wenn Sie ein Beispiel für Gefälligkeitsjournalismus lesen wollen, meine lieben Mitbürger, dann schauen Sie mal in das Stormarner Tageblatt! Dort finden Sie ein Interview von Patrick Niemeier mit dem zur Zeit noch amtierenden Ahrensburger Bürgermeister Eckart Boege. Und wenn Sie glauben, dass der Reporter dem Boegemeister kritische Fragen gestellt hat, dann glauben Sie auch, dass Ahrensburg einen Kinopalast am Bahnhof bekommt.
Aus dem Interview, das nur der erste Teil sein soll, habe ich als Corpus Delicti mal eine Fragestellung des Reporters mit den Antworten des Ahrensburger Verwaltungsleiters herausgestellt – siehe Abbildung links! Dazu meine Anmerkungen:
Auf die Frage, wie das Projekt Alte Reitbahn dem Bürgermeister gefällt, erklärt dieser, dass er sich freut über die „effektive Ausnutzung der Fläche“, was nach meiner Erkenntnis vielen Bürgern ein Dorn im Auge ist. Und er freut sich über einen modernen Supermarkt. Warum? Weil der Stadtverordnete Perer Egan (WAB) genau das gefordert hatte? Und der Bürgermeister freut sich über die Kundenparkplätze von EDEKA und über „immerhin 13 zusätzliche Sozialwohnungen“. Und last but not least: Beim „Kino-Projekt“ ist die Stadt „in intensivem Austausch mit dem Investor“.
Wenn ich der Reporter gewesen wäre, dann hätte ich bezüglich der schwammigen Aussagen von Boege nachgefragt: Was verstehen Sie unter „effektiver Ausnutzung der Fläche“ – die Bebauung bis an den Rand des Bürgersteigs vielleicht? Und: Wie läuft er denn, der moderne Supermarkt auf der Reitbahn? Und warum ist der alte Supermarkt in der Bahnhofstraße immer noch in Betrieb und nicht längst abgerissen? Und warum, glauben Sie, Herr Boege, negieren die Bürger die EDEKA-Tiefgarage auf der Reitbahn? Weiterlesen











