Szene Ahrensburg

 

Uelzen im Winterzauber – Ahrensburg im Winterschlaf (+1K)

 

Auf die Frage: Was macht Ahrensburg attraktiv, werden die meisten Bürger antworten: Unser Schloss! Das ist nicht unrichtig. Aber locken wir allein mit dem Schloss viele Gäste und Firmen in die Stadt? Und: Wie oft gehen Ahrensburger selber in das große weiße Herrenhaus am Rande der Stadt...?


Wenn Sie mich fragen: Ahrensburg ist eine kleine verschlafene Stadt mit einem hübschen Dornröschen-Schloss, wo nur noch die Röschen fehlen. Wir schaffen es nicht einmal, einen romantischen Weihnachtsmarkt um das Schloss herum aufzubauen und traditionell zu erhalten wie zum Beispiel Lübeck es kann. Wir schaffen es nicht, die Biene Maja zur Attraktion von Ahrensburg werden zu lassen. Wir schaffen es nicht mal, unseren verschlafenen Wochenmarkt wieder auf die Beine zu bringen und attraktiv zu machen. Wir schaffen eigentlich überhaupt nix mehr, nicht einmal mehr freie Parkplätze.


Okay, wir haben das Stadtfest. Das kommt nicht von der Stadt, sondern vom Stadtforum. Und eigentlich ist es nichts Besonderes, denn Stadtfeste gibt es anderswo auch, zum Beispiel in Bargteheide. Genauso wie ein Oktoberfest, das wir in diesem Jahre zum ersten Mal hatten, und das auch ziemlich gut angenommen wurde. Auch dieses war eine Initiative vom Stadtforum. Und dann gibt es noch die Musiknacht. Die kann man aber kaum zählen, denn hier handelt es sich nicht um eine freie, sondern um eine rein kommerzielle Veranstaltung. Und die ist auch keine spezielle Ahrensburger Attraktion, weil sie anderswo – zum Beispiel in Volksdorf  und Rahlstedt, also gleich nebenan – ebenfalls stattfindet.


Warum haben wir eigentlich keine attraktiven Veranstaltungen in Ahrensburg, die  genauso exklusiv sind wie originell und kreativ...?


In dieser Woche bekam ich eine E-Mail von Juergen Siemers. Der berichtet, was alles so in Uelzen los ist, einer Kleinstadt, die mit Ahrensburg vergleichbar ist. Er schreibt u. a.:

 

„Hallo Herr Dzubilla! Die Uelzener bereiten sich schon sehr gut vor. Nicht nur auf Weihnachten, sondern auch auf Ostern und auf diverse Musikveranstaltungen. Da ist schon was los. Zum Beispiel der Winterzauber. Genauso kann ich über den Uelzener Wochenmarkt berichten, der vor Jahren noch am Rathaus dahinsiechte, was vergleichbar war mit Ahrensburg. Seit dieser Markt in die Haupteinkaufsstraße (Veerßer Straße) verlegt wurde, da blühte er auf. Und die Uelzener samt Randbewohner sind mit dem neuen  „Vital Markt“ (geöffnet bis 13.3o Uhr) sehr zufrieden.

 

Anbei ein Link zu einer Veranstaltung, die in Uelzen immer wieder Begeisterung erzeugt. Zum Beginn und Abspann wird gut beschrieben, wer und wie eine solche Veranstaltung  vorbereitet wird. Viel Spaß beim Anschauen.


Mit Gruß, Juergen Siemers“


Frage: Was hat Uelzen, was Ahrensburg nicht hat? Antwort: Uelzen hat einen City-Manager. Und der sorgt dafür, dass die City gemanagt wird.


Auch Ahrensburg hat einen Manager, bzw. eine Managerin für das Stadtmarketing – gehabt. Weil die Stadtverordneten im letzten allerletzten Moment ihr Veto eingelegt haben, blieb der Posten bis heute unbesetzt. Darum passiert in Ahrensburg auch so wenig. Vor allen Dingen nichts Neues, was Bürger und Gäste auf die Beine holt. Oder so etwas Peinliches wie die NDR-Sommertour.


Der Witz ist: Das muss die Stadt gar kein Geld kosten, denn es gibt viele Mitmacher, die gratis mitmachen. Und es gibt Firmen, die mit Sponsoring dazu beitragen. Und wenn sich ein paar kreative Köpfe zusammensetzen und darüber nachdenken, was man machen könnte, dann kommen sicher gute Ideen auf den Tisch.


Ach ja, da liegt ja schon was auf demselben, und zwar ein Konzept zur 700. Jahresfeier unserer Stadtgründung. In meinen Augen ist das viel zu viel auf einmal. Und alles ist mir zu „konstruiert“ und gar nicht machbar. Und langweilig. Einen runden Geburtstag feiert man an einem verlängerten Wochenende (Stichwort: Hafengeburtstag) und mit zwei, drei Randveranstaltungen. Und nicht Monate lang bis zur Ermüdung. Und der ganze historische Efeu wird kaum jemand außerhalb von Ahrensburg sonderlich interessieren. Da würde ich lieber einen Verlag beauftragen, ein Magazin über 700 Jahre Ahrensburg zu machen, das genauso heitere wie ernste Seiten hat. Oder das Ganze als Film produzieren, der so interessant ist, dass er auch im Fernsehen gezeigt werden kann. (Abschreckendes Beispiel ist das letzte Video, das über Ahrensburg produziert wurde – grottenmäßig!)


Das eine Stadtfest im Jahr genügt, da brauchen wir kein zweites nach demselben Muster. Wir brauchen ein Geburtstagsfest, das alle Sinne berührt und die Menschen erfreut. Wo Bürger, Läden und Firmen mit einbezogen werden. Mit Musik und Gauklern, mit Speis und Trank und Narren, Kunst und Kommerz und Feuerwerk und Lichterglanz und Kinderspaß und Jubel, Trubel, Heiterkeit. Und ohne Schummelmann oder wie dieser Sklavenhändler heißt. Stattdessen sollen Gäste kommen wie der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein und mit unserem Bürgermeister in der Tracht des 14. Jahrhunderts auf Pferden durch die ganze Stadt reiten mit einem Herold vorweg und dem Ahrensburger Spielmannszug hinterher. Und ein gemischter Chor aus Erwachsenen und Kindern soll das Ahrensburg-Lied singen. (Wie? Das kennen Sie gar nicht? Ich auch nicht. Und deshalb sollte es komponiert und getextet werden!)


Aber lesen Sie mal das Konzept, das der „Festausschuss“ erarbeitet hat – siehe unten! Können Sie sich ernsthaft vorstellen, dass das a) so vernünftig umgesetzt wird, dass es nicht lächerlich wirkt? Und dass es b) die Menschen aus den Häusern hervorholt...?


Ehrlich gesagt: ich nicht. Allein das Lesen hat mich schon ermüdet und erinnert mich an die bekannte Aktion „Wie gestalte ich mir meinen Rathausplatz?“.
























































































































































































































































Leserkommentar

am 28. November 2012 per E-Mail:


Weihnachtsmarkt lässt Mölln leuchten

Mölln – Erstmals vier Tage Trubel am Historischen Rathaus. Knapp 50 Stände bieten Kunsthandwerk und Kulinarisches.


Größer, länger, schöner – Möllns Weihnachtsmarkt am und im Historischen Rathaus wird am morgigen Donnerstag, 29. November, um 16 Uhr eröffnet und dauert erstmals vier Tage.

Bisher war immer eine Veranstaltungsagentur für den Markt zuständig, diesmal übernahm die Kurverwaltung selbst die Organisation. Jochen Buchholz, Leiter der Kurverwaltung, ist vor allem auf ein riesige Tanne stolz: „Im Zentrum des Marktes befindet sich der wohl schönste Weihnachtsbaum Norddeutschlands. Mit rund 20 Metern strahlen die Lichter dieses Baums in die historische Stadt hinein“, verspricht Buchholz.

Es leuchtet noch mehr: Alle Fenster des alten Rathauses am Fuße der Nicolaikirche wurden in den vergangenen Tagen mit Lichterketten geschmückt, viele tausend LED-Birnchen sollen an allen Tagen des bunten Marktes für vorweihnachtliche Stimmung sorgen. Knapp 50 weihnachtlich geschmückte Buden und Stände laden den Besucher zu Kunsthandwerk aller Art, leckeren Speisen und wärmenden Getränken ein.

Der kunsthandwerkliche Markt im Rathaus selbst hält eine vielfältige Auswahl an vorweihnachtlichen Präsenten parat. Das Rahmenprogramm mit viel Musik und Kinderprogramm sorgt für die passende Atmosphäre. Der Markt im Rathaus ist allerdings am Donnerstag noch nicht geöffnet, dafür von Freitag bis Sonntag jeweils von 11 bis 19 Uhr.

Morgen um 14 Uhr gibt es ein Konzert mit Weihnachtsliedern in St. Nicolai, gestaltet von Schülern des Berufsbildungszentrums. Um 14 Uhr erfolgt dann die offizielle Weihnachtsmarkt-Eröffnung zu den Klängen der Big-Brass-Company. Anschließend singt der Tenor Philip Lüsebrink adventliche Lieder. Der Weihnachtsmarkt im Freien ist am Donnerstag (mindestens) bis 19 Uhr und an den anderen Tagen von 11 bis 19 Uhr geöffnet.


Frank, Ahrensburg






















































 

Mittwoch, 28. November 2012

 
 
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