Ich brauche mal Ihre Hilfe, meine lieben Mitbürger, und zwar bezüglich Müll. Gemeint ist der Müll, den gedankenlose – um nicht zu schreiben dumme – Menschen auf Straßen, Wege und Plätze in unserer Stadt werfen. Darüber haben Mitarbeiter aus Verwaltung und Vertreter aus Politik in einem Ausschuss gesprochen, worüber das Stormarner Tageblatt informiert mit der Überschrift: “Ahrensburg: So will die Stadt das Abfall-Problem lösen”. Und hierzu bitte ich Sie, liebe Szene-Leser, um Hilfestellung bei der Beantwortung von Fragen, die der Blogger selber nicht beantworten kann.
Das Stormarner Tageblatt berichtet: “Das Einsammeln von Müll, der nicht in den Müllbehältern landet, kostet die Stadt Ahrensburg jährlich rund 85.000 Euro. Nicht zu vergessen die Arbeitsstunden, die die Mitarbeiter der Stadtreinigung mit dem Einsammeln verbringen: Da fallen jährlich 1500 Stunden an.”
Meine Frage: Was ist in den rund 85.000 Euro jährlich enthalten, wenn es nicht die Kosten für Arbeitsstunden von Mitarbeitern der Stadtreinigung sind?
Ich lese weiter im Text, wo ein Mitarbeiter aus dem Rathaus erklärt, “dass es im Stadtgebiet 154 Haltestellen gebe, an denen 58 Müllbehälter vorhanden seien. Es würden also 96 zusätzliche Behältnisse benötigt, um alle Haltestellen auszustatten. Ein Behälter koste 950 Euro.”
Meine Frage: Warum kostet ein Behälter die Stadt bei einer Großabnahme angebliche 950 Euro? Werden die Dinger (wie die Parklets) im nördlichen Ausland bestellt und sind gefertigt aus Schwedenstahl mit eingraviertem Stadtwappen? Oder bestehen sie vielleicht aus Titan?
Einen ganz wichtigen Hinweis lieferte auch der WAB-Stadtverordnete Wulf Köpke, der offenbar ernsthaft berichtet: „Ich bin schon mit dem Bus durch das Gewerbegebiet gefahren und habe an den Haltestellen keinen Müll entdecken können.” Mit diesem sachdienlichen Hinweis hat der Witzbold allerdings nicht verraten, wie oft in der Woche er mit dem Bus durch das Gewerbegebiet fährt und die Haltestellen dort inspiziert. (Zur Verdeutlichung: Ich habe an verschiedenen Bushaltestellen auch schon mal keine Menschen entdeckt!)
Ja, liebe Mitbürger, und was hat Bürgermeister Eckart Boege zu dem Problem gesagt? Ich zitiere aus dem Stormarner Tageblatt: “Bürgermeister Eckart Böge erklärt, dass das Thema Verpackungsmüll immer wieder in Arbeitskreisen und Treffen auf landesweiter und kommunaler Ebene auf der Tagesordnung stehe und man stetig an einer Verbesserung arbeite. Wegen der Haushaltslage könne er allerdings die sofortige Aufstockung auf 154 Müllbehälter im Stadtgebiet nicht befürworten.”
Und der Bericht der Zeitung endet mit dem, was in der Überschrift versprochen wird, nämlich wie die Stadt das Abfall-Problem lösen will:
“Die Anschaffung, Montage und Unterhaltung würden das Zehnfache des jetzigen Budgets bedeuten. Er (= Bürgermeister Boege) regt eine Kostenprüfung und das Ermitteln des tatsächlichen Bedarfs an. Mit diesem Vorschlag sind alle Fraktionen einverstanden.”
Und das ist die Lösung, meine lieben Mitbürger, die mich wieder einmal daran erinnert, dass die Stadt Ahrensburg ja das Schilda des Nordens ist.
Und wieder ist hier die Verwaltung der größte Verursacher des Müll’s in unserer Stadt. Die aufgestellten Mülleimer werden leider nur sporadisch entleert sodass die Krähen, die sich in Ahrensburg sehr wohl fühlen, sich an einem reichlich gefüllten Buffet ( nicht entleerte Abfallbehältnisse ) bedienen können. Der Müll wird nachdem sich diese Vögel bedient haben höchstens vom Wind verteilt aber selten von der Verwaltung beseitigt.
Da frage ich mich doch, wo denn der Mülleimer geblieben ist, der vor der Verlegung an unserer Bushaltestelle (Ahrensfelde Teichstraße) stand…
…und dann gibt es noch asoziale Intelligenzbefreite, die seit Jahren die Aufzüge in der Manhagener Allee regelmäßig mit strunzdummen, hasserfüllten Aufklebern verschandeln, für deren Entfernung Mitarbeiter von Reinigungsunternehmen (oder des Bauhofes?) wertvolle Arbeitsstunden hergeben müssen.