Guten Morgen nach Delingsdorf! Endlich ausgeschlafen?

Meinen Blog-Eintrag vom 27. Dezember 2018 habe ich überschrieben: „Allerhöchste Eisenbahn: In 2019 müssen die Weichen für die Zukunft der Schlossstadt Ahrensburg gestellt werden!“ Es geht darin um die Donnerzüge, die im Transitgüterfernverkehr durch Ahrensburg rattern werden, und zwar Tag und Nacht und in kurzen Abständen. Und wenn Sie „Donnerzüge“ in die Suchmaske von Szene Ahrensburg eingeben, dann werden Sie am Ergebnis ablesen können: Der Blogger warnt seit Jahren vor dem, was da kommen wird im Rahmen der Fehmarnbeltquerung.

Zitat: Abendblatt Stormarn

Und immer wieder habe ich darauf hingewiesen, dass der Bau der S4 eine Mogelpackung ist, die es der Bahn ermöglicht, die bestehenden Gleise für die Donnerzüge zu benutzen. Wir haben heute zwei U-Bahnhöfe und zwei Bahnhöfe für Regionalzüge. Wir brauchen nicht die S4, sondern wir brauchen endlich einen zuverlässigen Regionalzugverkehr.

Und nun weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll, und zwar über die Bürger von Delingsdorf. Denn die haben offenbar erst jetzt kapiert, was für ein Lärm auf die friedliche Gemeinde zukommen wird. Über das Erwachen der Delingsdorfer aus ihrem Tiefschlaf berichtet heute Reporter Filip Schwen im 3. Buch Abendblatt – siehe die Abbildung!

Und Ahrensburg? Wir Bürger der Schlossstadt richten unser Augenmerk auf den „Bürgerdialog“, der da kommen soll. Mindestens drei Jahre zu spät. Aber wie spricht doch der Volksmund? Er spricht: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 18. März 2022

2 Gedanken zu „Guten Morgen nach Delingsdorf! Endlich ausgeschlafen?

  1. Michael Kukulenz

    Es ist immer schön, wenn Menschen aufwachen und dann etwas Sinnvolles machen. Mich hat der Artikel daneben geärgert, der Überschrieben ist: “Politiker unterstützen Idee eines Bürgerdialogs zur S4”. Zum einen ist nicht die S4 sondern die Gütertrasse das Problem zum anderen ärgert es mich, dass der Artikel den Anschein erweckt, als wenn die Ahrensburger Politiker etwas in die Wege geleitet hätten. Lassen wir mal die Namen weg, so muss es dann heißen, dass vor allem auf Betreiben der IG Tunneltal mit Unterstützung der Initiative “Ahrensburg gegen Gütertrasse” die Politiker zu einer Kehrtwendung in ihren Ansichten bewegt wurden. Dass wir sie bewegen konnten, finden wir toll und wir sind dankbar, dass sie sich bewegen ließen. Dieser Dank gebührt allen Parteien in der Stadtversammlung. Ich bitte doch sehr darum, dass man sich bei Interviews ein wenig an die Wahrheit hält. Auch der Redakteur des Artikels hätte es besser wissen können.
    Ich hoffe sehr, dass es uns allen gemeinsam gelingt, die Bürgerinnen und Bürger der Schlossstadt rechtzeitig aufzurütteln und die Dialogveranstaltung eine riesige Beteiligung erfährt. Kommt alle, auch aus Delingsdorf, Bargteheide, ……

    Michael Kukulenz
    für “Ahrensburg gegen Gütertrasse”

  2. Malte Steckmeister

    Tja, als Delingsdorfer Gemeindevertreter war ich über den Artikel schon auch etwas überrascht. Denn zumindest wir von der CDU-Fraktion sind an dem Thema seit Jahren durchaus intensiv dran. Wir hatten beispielsweise 2019 zusammen mit der SPD-Fraktion eine Resolution in die Gemeindevertretung eingebracht (siehe https://www.cdu-delingsdorf.de/aktuelles/94-wir-kaempfen-fuer-laermschutz-an-der-bahn ), sind mit unserem Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann, der im Verkehrsausschuß sitzt, in ständigem Austausch (siehe zB Bericht von einem Ortstermin https://www.cdu-delingsdorf.de/aktuelles/100-delingsdorf-kaempft-um-laermschutz ). Außerdem ist unser Ortsvorsitzender, der auch Bauausschußvorsitzender ist, in der entsprechenden Arbeitsgruppe des Kreises Stormarn aktiv. Daß nun plötzlich auch unsere WGD-Bürgermeisterin mit nicht sonderlich neuen Erkenntnissen auf den Zug aufspringt (sorry für das flache Wortspiel), kommt spät, ist aber natürlich lobenswert. Denn natürlich sind jedenfalls wir die ganze Zeit mit Vertretern aus anderen betroffenen Orten zu diesem Thema im Kontakt. Und wir jedenfalls bleiben weiter dran. Denn gerade bei diesem Thema geht es um ein Bohren dicker Bretter, wo in der Tat nur mit gemeinsamen Nachdruck etwas zu erreichen ist.

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