Archiv für den Monat: Juni 2016

Hamburger Abendblatt: Leserbeirätin will gratis lesen! ;–)

Heute verwendet das Hamburger Abendblatt im 3. Buch eine ganze Seite, um damit Werbung in eigener Sache zu machen. Hierzu stellt man einen „Leserbeirat“ vor, der die Redaktion beraten soll. Und weil guter Rat bekanntlich teuer ist, werden die ausgesuchten Leser sicherlich ein gutes Honorar für ihre Arbeit erhalten und die Zeitung gratis in ihren Briefkasten bekommen. 😉

aus: Hamburger Abendblatt

aus: Hamburger Abendblatt

Der Überschrift entnehmen wir: „Leser reden beim Abendblatt jetzt mit“. Wohlgemerkt: “jetzt”, was meint: Bis jetzt war das nicht der Fall, dass Leser beim Abendblatt mitreden konnten, sodass kritische Leserbriefe vermutlich in der Rundablage gelandet sind.

Aber hier geht es ja um den Stormarn-Teil, also um das 3. Buch Abendblatt. Um es gleich zu sagen: Von den neun Lesern, die für den Leserbeirat nach Gutsherrenart bestimmt wurden, sind alle mehr oder weniger zufrieden mit dem Blatt, wie es heute ist – was sich allerdings auf die Gesamtausgabe bezieht. Und vermutlich war Zufriedenheit das hauptsächliche Kriterium bei der Auswahl der Beirats-Mitglieder.

Und das jüngste Mitglied des Forums, die 25jährige Romina Hertz aus Ahrensburg, hat bereits den ersten Verbesserungsvorschlag geäußert: „Regionale Inhalte auf der Internetseite sollten kostenlos sein.“ Diese Anregung ist wirklich her(t)zerfrischend  und wird den Verlagsleiter zum Lachen bringen. Und die nächste Anregung der pädagogischen Geschäftsführerin des Jungendrings Ahrensburg könnte dann lauten: „Regionale Lebensmittel in den Supermärkten sollten kostenlos sein!“ 😉 Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Juni 2016

Für Kurzsichtige: Neuer 1-€-Laden in Ahrensburg

Ahrensburg hat bekanntlich einen 1-Euro-Laden in der Hamburger Straße, wo es auch Brillen gibt. Und nun gibt es noch einen 1-€-Laden, und zwar am Rondeel. Dort bekommt der Kunde “jede vorrätige Brillen-Fassung bis 100,- Euro” zum Preis von “nur 1 Euro”. Sogar “edle TITAN-Randlosfassungen”.

Donni, donni aber auch. Da habe ich mir doch gerade ein paar Schritte weiter eine neue Brille mit edler Titan-Randlosfassung gekauft und dafür mehr als nur 1  € bezahlt. Weil die Fassung – also das Brillen-Gestell –  jedoch allein schon 320 Euro gekostet hat, hätte mir das in dem 1-Euro-Laden nix genützt, da die Grenze dort ja bei 100 Euro liegt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Juni 2016

Haben sich unsere Politiker schon wieder mal verrechnet?

Kann mir bitte mal jmand helfen und ausrechnen, wie hoch die Differenz ist zwischen 81 und 70? Laut meines Taschenrechners ergibt die Rechnung 11. Was aber nicht stimmen kann, denn dann hätte die Mitglieder im Bau- und Planungsausschuss wieder mal falsch kalkuliert.

Quele: Google Maps

Quelle: Google Maps

Wie ich zu dieser Rechnung komme? Ganz einfach: Auf dem ehemaligen VW-Gelände an der Hamburger Straße Ecke Adolfstraße sollen 81 Wohnungen gebaut werden. Dafür will der Bauherr aber nur 70 Stellplätze in einer Tiefgarage errichten. Was bedeutet: Die Bewohner  von 11 Wohnungen haben keine Stellplätze für ihre Fahrzeuge genauso wenig wie Besucher und Lieferanten.

Klar, dafür hat der Investor natürlich Ersatzparkplätze nachgewiesen. Doch wo die sind, erfährt der gemeine Bürger nicht, weder im Bau- und Planungsausschuss noch aus den Medien.

Aber ich weiß es: Die Stellplätze, die der Investor nicht erstellt, befinden sich verstreut in den umliegenden Wohnstraßen. Da können sich besonders die heutigen Bewohner der Adolfstraße schon tüchtig drauf freuen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. Juni 2016

Grüne: Radfahrer sollen Straßen in Ahrensburg gleichberechtigt mit Autofahrern teilen

Dass sich die Grünen vom Bündnis90 in Ahrensburg etwas wundersam benehmen, haben sie gerade im Bau- und Planungsausschuss gezeigt, wo sie sich dagegen ausgesprochen haben, dass der Investor des Lindenhofs für wegfallende Parkplätze eine Abgabe von 500.000 Euro in die Stadtkasse zahlen soll. Und dass die Stadt  jährlich 200.000 Euro ausgibt, um Wurzelschäden an Straßen und Wegen zu beseitigen, wollen die Grünen zukünftig vermeiden, wenn ich das richtig verstanden habe. Und dafür präsentieren sie nun einen “Lösungsansatz”.

Bildschirmfoto 2016-06-03 um 00.14.30Der Stadtverordnete Christian Schmidt, der zugleich umweltpolitischer Sprecher seiner Partei ist, erklärt im Newsletter der Grünen: “Unser Lösungsansatz dazu ist, dass der Radverkehr gleichberechtigt zum Kfz-Verkehr auf die Fahrbahn gebracht wird. Dann könnten die FahrradfahrerInnen die gleiche ‘meist ebene’ Fläche nutzen, wie die Autos.”

Über einen solchen “Lösungsansatz”  kann ich mich nur lustig machen. Denn meiner Meinung nach bedeutet es, dass in einem solchen Fall alle Fahrräder mit Airbags ausgerüstet sein müssen und eine Helmpflicht für Kinder und Erwachsene gesetzlich vorgeschrieben wird. Außerdem: Eine gleichberechtigte Nutzung der Straße von Auto- und Radfahrern verlangt auch nach einer Gleichbehandlung bei steuerlichen Abgaben, was meint: Radfahrer müssen dann auch eine Radsteuer bezahlen. Darüber hinaus wird eine Radversicherung analog zur Kfz-Versicherung fällig, die bei Unfallschäden durch Radfahrer haftet. Und: Warum müssen Autofahrer in Ahrensburg für Parkplätze zahlen, Radfahrer dagegen nicht…?! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. Juni 2016

Wie der Stadtkämmerer Horst Kienel als Geschäftsführer der Stadtwerke eine Werbejournalistin finanziert

Horst Kienel, Stadtkämmerer von Ahrensburg und Geschäftsführer der hiesigen Stadtwerke, hat eine besondere Liebe zu Frauen. So finanzierte er das Leben von Daniela N. Barth durch großzügige Werbeschaltungen in dubiosen Magazinen bis zur Deadline der Hamburger Firma Wiener Kontor, sprich: Insolvenz. Und dann ist da noch Monika Veeh, von mir liebevoll Lilliveeh genannt, weil sie doch eine Werbeprinzessin ist mit ihrem Pressemitteilungsportal ahrensburg24, wo die Stadtwerke Ahrensburg als offizieller Partner auftreten.

aus: ahrensburg24 (Partner: Stadtwerke Ahrensburg)

aus: ahrensburg24 (Partner: Stadtwerke Ahrensburg)

Ich weiß nicht, wie hoch die Gewinnbeteiligung des Partners Stadtwerke bei ihrem Partner ahrensburg24 ist. Ich sehe aber, dass Horst Kienel mit dem städtischen Geld sehr, sehr spendabel ist. Aktuell wirbt er gleich dreifach auf dem Werbeportal – wenn Sie mal einen Blick auf die Abbildung richten wollen!

Das fällt mir nicht erst seit heute auf, wie Leser von Szene Ahrensburg wissen. Und es stinkt mir gewaltig.  Warum? Weil sowohl der Bürgermeister als Vorstandsvorsitzender des Aufsichtsrats der Stadtwerke darüber hinwegsieht wie auch die Politiker im Aufsichtsrat, als dieses sind die Stadtverordneten Christian Conring (CDU), Dirk Langbehn (Grüne), Detlef Levenhagen (CDU), Bela Randschau (SPD), Achim Reuber (SPDAWO), Hinrich Schmick (WAB), Michael Stukenberg (FDP). Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. Juni 2016

Stadtmarketing: Muss das Rondeel ein Müllabladeplatz sein?

Mit Plätzen hat man in Ahrensburg ein Problem. Da ist der Rathausplatz, der zum Abstellplatz für Autos verkommen ist. Da ist der kulturelle Mehrzweckplatz hinter dem Marstall, auf dem Autos parken. Und da ist das Rondeel, wo der Müll parkt und in der Sonne vor sich hin stinkt.

attraktive Innenstadt...?

Hamburgs schöne Nachbarin…?

Gestern waren wir zum Nachmittagskaffee bei Caligo draußen auf dem Rondeel. Aber nicht der Duft vom Cappuccino stieg in unsere Nasen, sondern der penetrante Gestank aus gelben Säcken und geöffneter Abfalltonnen – siehe das nebenstehende Foto! 

Welche Dumpfbacken stellen dort am Nachmittag ihren Abfall auf die Straße? Und zwar immer an die gleiche Stelle. Mir ist es scheißegal, ob das erlaubt ist oder nicht, ich empfinde es als eine große Schweinerei gegenüber allen Mitmenschen, die sich mal für eine halbe Stunde aufs Rondeel setzen, um hier zu entspannen. Reicht nicht schon der schreckliche Anblick von dieser blauen Schießbudenfigur, um Ahrensburgs Gästen zu dokumentieren, wie geschmacklos man in unserer historischen Stadt ist, muss das auch noch mit einem gelben Müllberg und grauen Abfalltonnen dokumentiert werden…?! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. Juni 2016

CDU & Grüne wollen unseren guten alten Lindenhof nun endgültig zu einem Blindenhof machen

Wie schon im Vorwege angekündigt worden war, haben CDU & Grüne heute Abend auf der Sitzung vom Bau- und Planungsausschuss dafür gestimmt, dass der Investor auf dem Lindenhof-Gelände nur lächerliche 77 Parkplätze erstellen muss. Damit verabschieden sich die beiden Parteien aus der Gunst des Ahrensburger Einzelhandels und zahlreicher Bürger, die diesen Vorgang nur mit Kopfschütteln verfolgen und ihre Fäuste in den Hosentaschen ballen.

Lindenhof 18. JahrhundertWie jämmerlich diese parteipolitische Entscheidung ist, hat die WAB mit einem Antrag offengelegt, in dem klargestellt wird, dass nach der Landesbauordnung für eine derartige Bebauung mit Wohnungen, Geschäftslokalen, Arztpraxen und Büroräumen mindestens 153 Parkplätze erforderlich sind. Und deshalb beantragte die WAB in der heutigen Ausschuss-Sitzung, dass der Investor an die Stadt eine Ausgleichszahlung für 76 unterschlagene Parkplätze entrichtet, und zwar in Höhe von bescheidenen 500.000 Euro. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 1. Juni 2016

Premiere: Das 3. Buch Abendblatt ist erschienen

Die Leser vom Hamburger Abendblatt finden in ihrer Zeitung ab heute keine Stormarn-Beilage mehr (früher: Ahrensburger Zeitung). Die wurde nun ins Blatt eingebunden als 3. Buch unter der Rubrik “Stormarn”. Was hat das für Vorteile für den Leser? Oder hat es möglicherweise sogar Nachteile…?

Hamburger Abendblatt mit dem 3. Buch Stormarn

Hamburger Abendblatt vom 1. Juni 2016 mit dem 3. Buch Stormarn

Als Online-Leser hat man zuerst mal einen Nachteil. Früher nämlich konnte man den Stormarn-Teil direkt anklicken und hatte ihn dann vor Augen. Heute musste ich das Hamburger Abendblatt erst mal 22 Seiten lang durchscrollen, bis ich dann endlich zum 3. Buch gekommen war. Das ist zwar machbar, aber es ist für den Leser umständlicher als zuvor. Und auch der Print-Leser kann den Stormarn-Teil nicht mehr wie früher einfach herausschütteln, sondern er muss ihn nun zusammen mit dem Abendblatt durchblättern.

Der große Vorteil der technischen Maßnahme: Im Stormarn-Teil kann die Redaktion in Ahrensburg jetzt genauso aktuell berichten wie es bisher nur im Mantelteil möglich war. Was zur Folge hat, dass der Beitrag über die gestrige Einwohnerversammlung im Marstall schon heute im Blatt zu lesen ist. Damit wurde ein wesentlicher Punkt meiner Kritik aus der Vergangenheit beseitigt, denn es war für mich als Leser nicht nachvollziehbar, dass über Ereignisse, die am Abend in Ahrensburg stattfanden, erst am übernächsten Tag berichtet wurde. Im  Zeitalter des Internets war das Steinzeit. Und die Stormarner Online-Redaktion hat die Zeit ohnehin verpennt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 1. Juni 2016

Fragen, die ich einfach mal so in den Raum stelle

Heute stelle ich ein paar Fragen, und zwar einfach mal so in den Raum, ohne dass ich dabei auf eine klare Antwort warte. Aber Fragen sind fraglos wichtig in Ahrensburg, zumal wenn sie a) nicht unkritisch sind und b) von den Medien nicht gestellt werden. Also: Los geht’s!

aus: Google Bilder

Fragezeichen, die über Ahrensburg gestellt werden (Abbildung: Google Bilder)

Im Sommer des vergangenen Jahres gab es einen Test in Ahrensburg. Genauer: Einen Banken-Test. Dabei wurden nicht etwa die örtlichen Kreditinstitute getestet, sondern Sitzbänke. Christof Schneider vom Senioren-Beirat hatte dazu aufgerufen, dass Senioren zum Peter-Rantzau-Haus kommen und ihre beiden Gesäßhälften auf die dort stehenden Musterbänke platzieren, um hernach ihr Urteil abzugeben.

Ich habe das damals für einen Scherz mit versteckter Kamera von der Fernsehsendung „Verstehen Sie Spaß?“ gehalten. Kann mir vielleicht jemand verraten, ob inzwischen a) das Testergebnis bekanntgegeben wurde? Oder b) ob der Sitzungsbeitrag schon im TV gelaufen ist…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 1. Juni 2016